Der Sozialstaat im Dienst der Freiheit: zur Formel vom "sozialen" Staat in Art. 20 Abs. 1 GG

Hauptbeschreibung Das Sozialstaatsprinzip findet in der gegenwärtigen Staatsrechtslehre kaum Beachtung. Der Sozialstaat gilt verfassungsrechtlich als diffuses Phänomen. Teils wird der Rechtscharakter der Formel vom sozialen Staat generell bestritten, teils wird ihr kein materieller Inhalt zugespro...

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Bibliographic Details
Main Author: Heinig, Hans Michael (Author)
Format: Book/Monograph Thesis
Language:German
Published: Tübingen Mohr Siebeck 2008
Series:Ius publicum 175
In: Ius publicum (175)

Subjects:
Online Access:Verlag, Volltext: http://swb.eblib.com/patron/FullRecord.aspx?p=872836
Verlag, Volltext: https://ebookcentral.proquest.com/lib/kxp/detail.action?docID=872836
Verlag, Volltext: http://gbv.eblib.com/patron/FullRecord.aspx?p=872836
Inhaltsverzeichnis: https://swbplus.bsz-bw.de/bsz279572034inh.htm
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Author Notes:Heinig, Hans Michael
Table of Contents:
  • Cover; Dedication; Vorwort; Inhaltsübersicht; Inhaltsverzeichnis; Teil 1: Grundlegungen; A. Einführung; I. Der freiheitsfunktionale Sozialstaat des Grundgesetzes - Fragestellung und These dieser Arbeit; II. Der Sozialstaat des Grundgesetzes zwischen Über-und Untercodierung; 1. Der Sozialstaatsbegriff des Grundgesetzes zwischen Überund Unterbestimmung; a) Der Sozialstaat des Grundgesetzes: ohne Tradition und Konkretion; b) Die Frage der normativen Verbindlichkeit im Wandel der Zeit; c) Das pragmatische Sozialstaatsverständnis unserer Zeit
  • 2. Verfassungspolitische Plausibilität und verfassungssystematische Insuffizienz des pragmatischen Sozialstaatsverständnisses3. Über- und Untercodierung des Sozialstaates in nichtdogmatischen Perspektiven; III. Radikale Konsequenz: die Negation verfassungsrechtlicher Normativität bei Ernst Forsthoff; 1. Die Inkommensurabilitätsthese; 2. Der Kontext: Daseinsvorsorge in Kontraststellungzur rechtsstaatlich eingehegten Eingriffsverwaltung; 3. Untergründiger Konsens trotz performativem Dissens
  • 4. Anerkennung inhaltlicher Determinierung durch das sozialstaatliche Bekenntnis: verschleierte Inkonsistenz oder getarnte Konsequenz?5. Die häretische Versuchung: Hat Forsthoff doch recht?; IV. Ungeeignete Alternativen; 1. Der Sozialstaat als Prozeß; 2. Die Formel vom sozialen Staat als Ermöglichung einer alternativen Wirtschaftsordnung?; a) Das Staatsprinzip als permanent-latente Infragestellung der Wirtschafts- und Sozialordnung?; b) Spannungen im Abendrothschen Sozialstaatsverständnis; c) Gruppen- oder Individualbezug des Sozialstaatsprinzips
  • d) Widerspruch zur Deutung der Beratungen des Parlamentarischen Ratese) Zwischenresümee; V. Das rechte Maß der Codierung: die Verfassung ernstgenommen; 1. Die geeignete Alternative: Der Sozialstaat des Grundgesetzes im Gefüge der Gesamtverfassung; 2. Einhegung sozialstaatlicher Herrschaftsfunktion; 3. Freiheit und Demokratie als fundierende und limitierende Momente des grundgesetzlichen Sozialstaates; B. Grundlegungen einer Verfassungstheorie des Sozialstaates; I. Zur Semantik und ihrer historisch-politischen Tiefenimprägnierung:„Sozialstaat" oder „Wohlfahrtsstaat"?
  • 1. „Sozialstaat" und „Wohlfahrtsstaat" -synonym oder different?2. Der Begriff „Sozialstaat" - eine späte Karriere; a) Der Sozialstaat als Produkt der Evolutionsmoderne; b) Zwei Ahnherren: von Stein und Heller; aa) Lorenz von Stein; bb) Hermann Heller; cc) Zwischenresümee; c) Die Ausbildung einer sozialstaatlichen Praxis und ihrer (Selbst-) Beschreibung zwischen Kaiserreich und Weimarer Republik; d)Nach dem 2. Weltkrieg; e) Problematisches Erbe: der nationalsozialistische Sozialstaat; 3. Zur Doppelbödigkeit des „Wohlfahrtsstaates"; 4. Konsequenzen
  • II. Nutzen und Grenzen einer verfassungstheoretischen Rekonstruktion des Sozialstaates des Grundgesetzes