Umwelt: welcher Preis?

Wirtschaftswissenschaften wird zunächst in Grundzügen beschrieben und dann hinsichtlich seiner langfristigen Tragfähigkeit kritisch reflektiert: Wir unterscheiden hierbei zwei gegensätzliche Standpunkte: Einen optimistischen und einen pessimistischen. Welchen man einnimmt, hängt wesentlich davo...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Faber, Malte (VerfasserIn) , Petersen, Thomas (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal) Buch/Monographie Arbeitspapier
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Heidelberg University of Heidelberg, Department of Economics January 2003
Schriftenreihe:Discussion paper series / University of Heidelberg, Department of Economics no. 388
In: Discussion paper series (no. 388)

Schlagworte:
Online-Zugang:Resolving-System, Volltext: http://hdl.handle.net/10419/127205
Volltext
Verfasserangaben:Malte Faber und Thomas Petersen
Beschreibung
Zusammenfassung:Wirtschaftswissenschaften wird zunächst in Grundzügen beschrieben und dann hinsichtlich seiner langfristigen Tragfähigkeit kritisch reflektiert: Wir unterscheiden hierbei zwei gegensätzliche Standpunkte: Einen optimistischen und einen pessimistischen. Welchen man einnimmt, hängt wesentlich davon ab, was für ein Verständnis von Wirtschaft man hat. Dass sich die Sicht auf die Wirtschaft von Optimisten und Pessimisten essenziell unterscheiden, führen wir auf vier grundsätzliche Momente zurück: Auf Unterschiede im Verständnis (i) der Freiheit und des Menschen, (ii) der Bedeutung von Unwissen, (iii) der Rolle der Zeit und (iv) der Natur. Diese politisch-philosophischen Fragestellungen werden anhand eines Fallbeispieles verdeutlicht: Der Geschichte der Soda-Chlor Chemie. Anhand dieses Beispieles erläutern wir weiter, dass Umweltprobleme wesentlich auf Strukturen von Beständen und deren zeitlicher Dauer beruhen. Wir argumentieren schließlich, dass Anreizmechanismen und Marktinstrumente alleine nicht hinreichend sind, diese zu verändern und die Umwelt langfristig zu bewahren. Dies erfordert vielmehr ein entsprechendes Selbstverständnis des Menschen: Es erfordert insbesondere, dass dieser sich nicht ausschließlich als homo oeconomicus wahrnimmt, sondern in seiner Freiheit zur Gestaltung und in seiner Verantwortlichkeit für das eigene Tun - als homo politicus.
Beschreibung:Online Resource