Neurowissenschaftliche Forschung und Psychotherapie bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) ist durch gestörte Affektregulation, veränderte Schmerzverarbeitung, Dissoziation, Impulsivität und interpersonelle Probleme gekennzeichnet. Diese psychopathologische Kernbereiche konnten mit Veränderungen auf neuronaler Ebene in Verbindung gebracht...

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Main Authors: Winter, Dorina (Author) , Schmahl, Christian (Author) , Krause-Utz, Annegret (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: Mai 11, 2015
In: Zeitschrift für Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie
Year: 2015, Volume: 63, Issue: 2, Pages: 97-107
ISSN:1664-2929
DOI:10.1024/1661-4747/a000228
Online Access:Verlag, Volltext: http://dx.doi.org/10.1024/1661-4747/a000228
Verlag, Volltext: http://econtent.hogrefe.com.ezproxy.medma.uni-heidelberg.de/doi/abs/10.1024/1661-4747/a000228
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Author Notes:Dorina Winter, Christian Schmahl, Annegret Krause-Utz
Description
Summary:Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) ist durch gestörte Affektregulation, veränderte Schmerzverarbeitung, Dissoziation, Impulsivität und interpersonelle Probleme gekennzeichnet. Diese psychopathologische Kernbereiche konnten mit Veränderungen auf neuronaler Ebene in Verbindung gebracht werden: Im Vergleich zu Gesunden zeigten Patienten mit BPS eine stärkere Aktivierung in (para)limbischen Gehirnregionen, die mit Emotionsverarbeitung assoziiert sind (z. B. Amygdala, Insel), und eine verminderte Rekrutierung cingulärer und präfrontaler Gehirnareale, die mit exekutiven und regulatorischen Prozessen assoziiert sind (z. B. anteriorer Cingulärer Cortex, orbitofrontaler Cortex, dorsomedialer und dorsolateraler präfrontaler Cortex). Erste Studien legen einen Einfluss von Psychotherapie auf neuronale Korrelate der Emotionsverarbeitung nahe. Mit dem Neurofeedback-Training ist zudem ein Verfahren entwickelt worden, das gezielt an neurowissenschaftlichen Forschungsbefunden ansetzt und Interventionen auf neuronaler Ebene ermöglicht. Wesentlich mehr Forschung ist jedoch nötig, um den Zusammenhang von Neurobiologie und Psychotherapie bei der BPS zu untersuchen. Ein Ausblick auf mögliche Implikationen und offene Fragestellungen wird gegeben.
Item Description:Gesehen am 06.07.2017
Physical Description:Online Resource
ISSN:1664-2929
DOI:10.1024/1661-4747/a000228