Insulin degludec bei speziellen Patientengruppen = Insulin degludec in specific patient groups

<p>Insulin degludec (IDeg) ist ein Basalinsulin mit einem stabilen, flachen Wirkprofil und einer gleichmäßigen Verteilung des blutzuckersenkenden Effekts über 24 Stunden. Mit der arzneimittelrechtlichen Zulassung stellen sich Fragen zur klinisch-praktischen Anwendung bei speziellen Patienten...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Bahrmann, Anke (VerfasserIn) , Wilhelm, Sven Bastian (VerfasserIn) , Zeyfang, Andrej (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Englisch
Veröffentlicht: 27. April 2015
In: Diabetologie und Stoffwechsel
Year: 2015, Jahrgang: 10, Heft: 02, Pages: 77-84
ISSN:1861-9010
DOI:10.1055/s-0034-1399266
Online-Zugang:Verlag, Volltext: http://dx.doi.org/10.1055/s-0034-1399266
Verlag, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0034-1399266
Volltext
Verfasserangaben:A. Bahrmann, B. Wilhelm, A. Zeyfang
Beschreibung
Zusammenfassung:<p>Insulin degludec (IDeg) ist ein Basalinsulin mit einem stabilen, flachen Wirkprofil und einer gleichmäßigen Verteilung des blutzuckersenkenden Effekts über 24 Stunden. Mit der arzneimittelrechtlichen Zulassung stellen sich Fragen zur klinisch-praktischen Anwendung bei speziellen Patientengruppen. Pharmakokinetische Daten weisen darauf hin, dass eine generelle Dosisanpassung von IDeg aufgrund einer Nieren- oder Leberfunktionseinschränkung nicht notwendig ist. Jedoch sind als Vorsichtsmaßnahme intensivierte Überwachungen des Blutzuckers und individuelle Anpassungen der Insulindosis erforderlich. Zu älteren Patienten ab 65 Jahren liegen Daten aus dem Phase-3-Studienprogramm zu IDeg vor, da die Studien volljährige Patienten ohne Alterslimit einschlossen. Eine Metaanalyse der Daten zu Patienten ab 65 Jahren aus sieben Studien ergab die Nicht-Unterlegenheit für IDeg im Vergleich zu Insulin glargin (IGlar) hinsichtlich der HbA1c-Reduktion. In den fünf Studien zum Typ-2-Diabetes waren zudem signifikant weniger bestätigte Hypoglykämien in der IDeg-Gruppe (n = 589) mit 6,19 Ereignissen pro Patientenjahr versus 6,89 Ereignisse pro Patientenjahr in der IGlar-Gruppe (n = 265) zu verzeichnen (geschätzte Ereignisrate 0,76, 95 % CI: 0,61; 0,95, p < 0,05). In den beiden Studien zum Typ-1-Diabetes waren die Patientenzahlen für separate statistische Analysen zu gering (n = 43 IDeg; n = 18 IGlar). IDeg kann aufgrund des geringeren Risikos für nächtliche Hypoglykämien und wegen der Möglichkeit zur tageszeitlich flexiblen Gabe einen großen Fortschritt für die Behandlung von Menschen mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes - besonders im höheren Alter - darstellen.</p>
Beschreibung:Gesehen am 13.07.2017
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1861-9010
DOI:10.1055/s-0034-1399266