Frequenzspezifische Untersuchung des hVOR im Vorfeld einer CI-Operation = Frequency-specific analysis of the hVOR prior of cochlear implant operation

Schwindel ist eine der häufigsten Komplika­tionen einer Cochlear-Implant (CI)-Operation. In der vorliegenden prospektiven, matched-paired kontrollierten Arbeit konnte gezeigt werden, dass bei hochgradig innenohrschwerhörigen Patienten häufig auch ohne begleitende Schwindelsymptomatik schon im Vor...

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Main Authors: Hülse, Roland (Author) , Hülse, Manfred (Author) , Schell, Angela (Author) , Hörmann, Karl (Author) , Servais, Jérôme J. (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 2015
In: Laryngo-Rhino-Otologie
Year: 2015, Volume: 94, Issue: 3, Pages: 173-178
ISSN:1438-8685
DOI:10.1055/s-0034-1384529
Online Access:Verlag, Volltext: http://dx.doi.org/10.1055/s-0034-1384529
Verlag, Volltext: http://www.thieme-connect.de.ezproxy.medma.uni-heidelberg.de/DOI/DOI?10.1055/s-0034-1384529
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Author Notes:R. Hülse, M. Hülse, A. Wenzel, K. Hörmann, J.J. Servais
Description
Summary:Schwindel ist eine der häufigsten Komplika­tionen einer Cochlear-Implant (CI)-Operation. In der vorliegenden prospektiven, matched-paired kontrollierten Arbeit konnte gezeigt werden, dass bei hochgradig innenohrschwerhörigen Patienten häufig auch ohne begleitende Schwindelsymptomatik schon im Vorfeld einer CI-Operation der horizontale vestibulookuläre Reflex (hVOR) frequenzspezifisch beeinträchtigt ist. Im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigten die Patienten der CI-Gruppe einen signifikant erniedrigten Gain. Von den 17 CI-Patienten wiesen 9 Patienten weder in der Rotatorik noch im Video-Kopf-Impuls-Test (vKIT) eine Pathologie auf. Ein Patient zeigte sowohl in Rotatorik und beim vKIT pathologische Befunde. Beachtenswert ist, dass 2 Pa­tienten einen pathologischen vKIT bei regelrechter Rotatorik und 5 Patienten eine pathologische Rotatorik bei regelrechtem vKIT aufwiesen. Dies bedeutet, dass eine präoperative, frequenzspezifische Rezeptoranalyse mittels rotatorischer Prüfung und mit vKIT als komplementäre Untersuchungsverfahren erfolgen sollte. Auch aus forensischen Überlegungen ist eine ausführlich dokumentierte Aufklärung über mögliche postoperative Schwindelbeschwerden unbedingt erforderlich. Bei der Beurteilung postoperativer Schwindelbeschwerden ermöglicht erst die ausführliche präoperative Gleichgewichtsdiagnostik die Entscheidung, ob die Schwindelbeschwerden als alleinige operationsbedingte Komplikation betrachtet werden müssen, oder aber, ob ein Schwindel zumindest teilweise auf eine vorbestehende vestibuläre Schädigung zurückgeführt werden muss.
Item Description:Gesehen am 05.10.2017
Physical Description:Online Resource
ISSN:1438-8685
DOI:10.1055/s-0034-1384529