Fußballsport als Risikofaktor für nicht unfallbedingte Gonarthrose: Ergebnisse eines systematischen Review mit Metaanalyse = Football as risk factor for a non-injury-related knee osteoarthritis : results from a systematic review and metaanalysis

<p> <b>Zielstellung und Hypothese: </b>Anliegen dieses systematischen Review mit anschließender Metaanalyse war es, den Einfluss des aktiven Fußballsports auf das Kniearthroserisiko (Relevanz als Berufserkrankung) zu untersuchen. Als Hypothese wurde formuliert: Fußballer leiden auc...

Full description

Saved in:
Bibliographic Details
Main Authors: Spahn, Gunter (Author) , Schiltenwolf, Marcus (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 2015 Mar 23
In: Sportverletzung, Sportschaden
Year: 2015, Volume: 29, Issue: 01, Pages: 27-39
ISSN:1439-1236
DOI:10.1055/s-0034-1385731
Online Access:Verlag, Volltext: http://dx.doi.org/10.1055/s-0034-1385731
Verlag, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0034-1385731
Get full text
Author Notes:G. Spahn, V. Grosser, M. Schiltenwolf, F. Schröter, J. Grifka
Description
Summary:<p> <b>Zielstellung und Hypothese: </b>Anliegen dieses systematischen Review mit anschließender Metaanalyse war es, den Einfluss des aktiven Fußballsports auf das Kniearthroserisiko (Relevanz als Berufserkrankung) zu untersuchen. Als Hypothese wurde formuliert: Fußballer leiden auch dann unter einem erhöhten Risiko für eine Gonarthrose, wenn sie keine dokumentierten Makroverletzungen des Kniegelenks erlitten haben.</p> <p> <b>Methode: </b>Für das systematische Literaturreview und die anschließende Metaanalyse wurden die PRISMA (Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses) Checklisten eingehalten. Zum Stichtag 1.2.2014 wurde eine systematische Recherche in den Datenbanken PubMed, Medline, Cochrane, EMBASE und Web-of-Science durchgeführt. Insgesamt 4649 Publikationen einem „Title-Abstract-Review“ unterworfen und schließlich 6 Publikationen in die Metaanalyse eingeschlossen.</p> <p> <b>Ergebnisse: </b>Eine Längsschnittuntersuchung an einer Gesamtbevölkerung, die den Einfluss des Fußballsports auf das Gonarthroserisiko untersuchte, wurde nicht gefunden. Ein systematisches Cochrane-Review existierte ebenso nicht. In den Studien, in denen nur diejenigen Fälle berücksichtigt wurden, bei denen keine Makroverletzung stattgefunden hatte, bestand im Vergleich zu den jeweiligen Kontrollgruppen ein signifikant erhöhtes Risiko, eine Gonarthrose zu erleiden: 1,3 (95 % CI 1,0 - 1,7); I<sup>2</sup> = 37,4 %; p = 0,002. Ohne Adjustierung auf dokumentierte Makroverletzungen oder einen Meniskusschaden haben Fußballer ein signifikant erhöhtes Gonarthroserisiko: (Relatives Risiko = 2,9 [95 % CI 2,0 - 4,1]; I<sup>2</sup> = 56,3 %; p < 0,001).</p> <p> <b>Schlussfolgerungen: </b>Im Hinblick auf die große Heterogenität der Belastung des Fußballerknies, aufgrund des Fehlens der Kenntnis über ein belastungskonformes Schadensbild und im Hinblick auf das Fehlen einer „Verdopplung des relativen Risiko in der exponierten Gruppe“ wird derzeit keine „BK-Reife“ und auch kein Tatbestand „wie-BK“ bezüglich der Gonarthrose beim Profifußballer gesehen.</p>
Item Description:Gesehen am 09.10.2017
Physical Description:Online Resource
ISSN:1439-1236
DOI:10.1055/s-0034-1385731