Die Aufnahme des Screenings auf Gestationsdiabetes mellitus in die Mutterschaftsrichtlinien aus Sicht niedergelassener Gynäkologen: Eine qualitative Studie = Resident gynaecologists’ attitudes towards the inclusion of the screening for gestational diabetes into the maternity directive : a qualitative study
Hintergrund: Im März 2012 wurde das Screening auf Gestationsdiabetes als 2-stufiger Test in die Mutterschaftsrichtlinien aufgenommen und gilt damit verbindlich für alle niedergelassenen Gynäkologen. Unklar ist bis dato jedoch, wie niedergelassene Gynäkologen, die von der Änderung der Mutterscha...
Saved in:
| Main Authors: | , , |
|---|---|
| Format: | Article (Journal) |
| Language: | German |
| Published: |
2015
|
| In: |
Zeitschrift für Geburtshilfe und Neonatologie
Year: 2015, Volume: 219, Issue: 05, Pages: 205-212 |
| ISSN: | 1439-1651 |
| DOI: | 10.1055/s-0035-1545286 |
| Online Access: | Verlag, Volltext: http://dx.doi.org/10.1055/s-0035-1545286 Verlag, Volltext: http://www.thieme-connect.de.ezproxy.medma.uni-heidelberg.de/DOI/DOI?10.1055/s-0035-1545286 |
| Author Notes: | K. Diehl, T. Görig, C. Bock, H. Maul, H. Kleinwechter, S. Schneider |
| Summary: | Hintergrund: Im März 2012 wurde das Screening auf Gestationsdiabetes als 2-stufiger Test in die Mutterschaftsrichtlinien aufgenommen und gilt damit verbindlich für alle niedergelassenen Gynäkologen. Unklar ist bis dato jedoch, wie niedergelassene Gynäkologen, die von der Änderung der Mutterschaftsrichtlinien direkt betroffen sind, die Aufnahme des Screenings und die Art des Screenings bewerten.</p> <p> <b>Methodik:</b> Um sich erstmals für Deutschland diesem Thema wissenschaftlich zu nähern, wurden 17 Gynäkologen in den Städten Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg in persönlichen, leitfadengestützten Interviews befragt (Durchschnittliche Interviewdauer: 33:12 min). Die Interviews wurden aufgezeichnet und anschließend wortwörtlich transkribiert (191 Seiten), von 2 unabhängigen Wissenschaftlern kodiert und mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Ergebnisse: Die Mehrheit befürwortete die Aufnahme des Screenings in die Mutterschaftsrichtlinien. Allerdings geht der Screeningtest mit 50 g Glukose einigen Gynäkologen nicht weit genug. Sie präferieren eher einen oralen Glukosetoleranztest mit 75 g (oGTT). Zugleich gab es Gynäkologen, die der Meinung waren, der oGTT sei zu belastend für die Schwangere, um ihn als Screeningtest einzusetzen. Darüber hinaus wurden Schwierigkeiten bei der Umsetzung des 50 g-Suchtests (z. B. Nicht-Vorhandensein eines Fertigsirups für den 50 g-Test oder zu späte Einführung von Abrechnungsziffern) genannt. Diskussion: Im Rahmen dieser qualitativen Studie wurde niedergelassenen Gynäkologen, die Hauptakteure bei der Durchführung des Screenings sind, erstmals die Möglichkeit gegeben, sich ausführlich zu diesem aktuellen Thema zu äußern. Die Ergebnisse bieten einen ersten Einblick in die Praxis der Screening-Durchführung und können als Basis für größere, quantitative Studien dienen. |
|---|---|
| Item Description: | Gesehen am 25.01.2018 |
| Physical Description: | Online Resource |
| ISSN: | 1439-1651 |
| DOI: | 10.1055/s-0035-1545286 |