Akutes Nierenversagen: Optimierungspotenziale zur Gewährleistung einer verbesserten Versorgungsstruktur

Seit 2005 hat sich die Zahl der akuten Nierenversagen (ANV) in Deutschland beinahe verdreifacht. Trotz substanzieller ANV-Komplikationen fehlt eine entsprechende Sensibilisierung für das Krankheitsbild. Trotz fehlendem Verfahrensvorteil sind kostenintensive CRRT-Verfahren die dominierende Behandlun...

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Main Authors: Nußhag, Christian (Author) , Obermann, Konrad (Author) , Weigand, Markus A. (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 07. April 2017
In: Deutsche medizinische Wochenschrift
Year: 2017, Volume: 142, Issue: 07, Pages: 534-540
ISSN:1439-4413
DOI:10.1055/s-0042-120808
Online Access:Verlag, Volltext: http://dx.doi.org/10.1055/s-0042-120808
Verlag, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0042-120808
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Author Notes:Christian Nusshag, Konrad Obermann, Markus Weigand, Vedat Schwenger
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Summary:Seit 2005 hat sich die Zahl der akuten Nierenversagen (ANV) in Deutschland beinahe verdreifacht. Trotz substanzieller ANV-Komplikationen fehlt eine entsprechende Sensibilisierung für das Krankheitsbild. Trotz fehlendem Verfahrensvorteil sind kostenintensive CRRT-Verfahren die dominierende Behandlungsform in der ANV-Therapie. Die Umstellung von 85 % aller CRRT-Behandlungen auf ein IHD-/SLED-Verfahren ermöglicht eine Reduktion der Therapiekosten um bis zu 7,3 Millionen Euro jährlich. Eine entsprechende Reinvestition kann in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Nephrologen die Versorgungsqualität verbessern und vermehrt Nierenersatzverfahren in kleinen Kliniken etablieren. Längerfristiges Ziel ist die Etablierung von nationalen Versorgungsleitlinien. Geringere Folgekosten sind ein zentraler Anreiz zur Umsetzung.
Item Description:Gesehen am 26.04.2018
Physical Description:Online Resource
ISSN:1439-4413
DOI:10.1055/s-0042-120808