Mentalisierungsbasierte Therapie einer Jugendlichen mit Störung des Sozialverhaltens = Mentalization based treatment of an adolescent girl with conduct disorder

Zusammenfassung Nach einer kurzen theoretischen Darstellung des Mentalisierungskonzepts und dessen Besonderheiten in der Adoleszenz, wird die Mentalisierungsbasierte Therapie für Adoleszente (MBT-A) skizziert. Die MBT-A hat sich in der Vergangenheit bereits bei der Behandlung selbstverletzender Jug...

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Main Authors: Reiter, Melanie (Author) , Taubner, Svenja (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
English
Published: May 2017
In: Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie
Year: 2017, Volume: 66, Issue: 5, Pages: 362-377
ISSN:2196-8225
DOI:10.13109/prkk.2017.66.5.362
Online Access:Verlag, kostenfrei, Volltext: http://dx.doi.org/10.13109/prkk.2017.66.5.362
Verlag, kostenfrei, Volltext: http://www.vr-elibrary.de/doi/abs/10.13109/prkk.2017.66.5.362
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Author Notes:Melanie Reiter, Astrid Bock, Marie-Luise Althoff, Svenja Taubner und Kathrin Sevecke
Description
Summary:Zusammenfassung Nach einer kurzen theoretischen Darstellung des Mentalisierungskonzepts und dessen Besonderheiten in der Adoleszenz, wird die Mentalisierungsbasierte Therapie für Adoleszente (MBT-A) skizziert. Die MBT-A hat sich in der Vergangenheit bereits bei der Behandlung selbstverletzender Jugendlicher als wirksam erwiesen (Rossouw u. Fonagy, 2012). Auf dieser Grundlage wurde ein Manual für die Mentalisierungsbasierte Therapie für Jugendliche mit einer Störung des Sozialverhaltens erstellt, dieses dient als Basis für eine geplante Wirksamkeitsstudie bei Jugendlichen mit einer Störung des Sozialverhaltens (Taubner, Gablonski, Sevecke, Volkert, in Vorbereitung). In einer Pilotstudie zur Umsetzbarkeit wurde die vorgestellte MBT-A Behandlung durchgeführt. Anhand eines ausführlichen Fallberichts werden spezifische Interventionen nach MBT-A und der Therapieverlauf eines Jahres dargestellt. Die 16-jährige Patientin erfüllte alle Kriterien einer Störung des Sozialverhaltens. Im Behandlungsverlauf kristallisierte sich die Stärke dieser Therapieform heraus, insbesondere die deeskalierende bindungsorientierte therapeutische Haltung. Sowohl im klinischen Bild als auch in der Psychodiagnostik zeigte sich bei der Patientin ein positives Verlaufsergebnis. Trotz vieler Eskalationen, Unterbringungen aufgrund akuter Selbst- und Fremdgefährdung und der krisenhaften Zuspitzung um ihren Wohnplatz am Ende der Therapie, ist es durch die MBT-A gelungen, dass die Patientin immer wieder eine gemeinsam erarbeitete mentalisierende Basis als Ressource nutzen konnte.
Item Description:Gesehen am 15.05.2018
Physical Description:Online Resource
ISSN:2196-8225
DOI:10.13109/prkk.2017.66.5.362