Biologische Rekonstruktion lokalisiert vollschichtiger Knorpelschäden des Hüftgelenks: Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft „Klinische Geweberegeneration“ der DGOU und des Hüftkomitees der AGA = Biologic reconstruction of full sized cartilage defects of the hip : a guideline from the DGOU group “clinical tissue regeneration” and the Hip Committee of the AGA

Hintergrund: Symptomatisch präarthrotische Deformitäten wie das femoroazetabuläre Impingement (FAI) oder die Hüftdysplasie führen häufig zu lokalisierten Knorpeldefekten und nachfolgend zur Entstehung einer Koxarthrose. In der vorliegenden Arbeit werden die derzeitigen Methoden und Erkenntniss...

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Main Author: Fickert, Stefan (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 2017
In: Zeitschrift für Orthopädie und Unfallchirurgie
Year: 2017, Volume: 155, Issue: 6, Pages: 670-682
ISSN:1864-6743
DOI:10.1055/s-0043-116218
Online Access:Verlag, Volltext: http://dx.doi.org/10.1055/s-0043-116218
Verlag, Volltext: http://www.thieme-connect.de.ezproxy.medma.uni-heidelberg.de/DOI/DOI?10.1055/s-0043-116218
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Author Notes:Stefan Fickert, Matthias Aurich, Dirk Albrecht, Peter Angele, Lorenz Büchler, Michael Dienst, Christoph Erggelet, Jürgen Fritz, Christoph Gebhart, Hans Gollwitzer, Moritz Kindler, Christoph Lampert, Henning Madry, Gregor Möckel, Phillip Niemeyer, Jörg Schröder, Christian Sobau, Gunter Spahn, Wolfgang Zinser, Stefan Landgraeber
Description
Summary:Hintergrund: Symptomatisch präarthrotische Deformitäten wie das femoroazetabuläre Impingement (FAI) oder die Hüftdysplasie führen häufig zu lokalisierten Knorpeldefekten und nachfolgend zur Entstehung einer Koxarthrose. In der vorliegenden Arbeit werden die derzeitigen Methoden und Erkenntnisse zur Diagnose und operativen Behandlung von Knorpelläsionen dargestellt, um hieraus geeignete Therapieempfehlungen für das Hüftgelenk abzuleiten. Material und Methoden: Übersichtsarbeit zur Ätiologie und Therapie von Knorpelschäden am Hüftgelenk unter Berücksichtigung der aktuellen Literatur mit Darstellung der Studienlage und der Diskussion von Vor- und Nachteilen verschiedener operativer Verfahren zum Gelenkerhalt. Ergebnisse: In den meisten der bisher publizierten Studien zur operativen Behandlung von Knorpelschäden des Hüftgelenks wurden Defekte behandelt, die am Azetabulum durch ein FAI vom Cam-Typ ausgelöst werden. Ihre Entstehung kann durch rechtzeitige Beseitigung der pathologisch relevanten Deformitäten verhindert werden. Für die Therapie bereits bestehender vollschichtiger Knorpelläsionen werden derzeit fast ausschließlich knochenmarkstimulierende Techniken und die matrixgekoppelte autologe Knorpelzelltransplantation (MACT) eingesetzt. Für die Hüfte existieren zu diesen Verfahren bisher nur Studien auf geringem Evidenzniveau, was vor allem in der noch jungen Historie der Knorpelchirurgie in diesem Gelenk begründet ist. Allerdings ist schon jetzt zu erkennen, dass sich einige Erfahrungen mit den genannten Methoden vom Knie auf die Hüfte übertragen lassen. Schlussfolgerung: Bei umschriebenen und vollschichtigen Knorpelschäden ab 1,5 - 2 cm2 stellt die MACT das zu bevorzugende Therapieverfahren dar, sofern keine wesentliche Gelenkdegeneration besteht. Ähnlich wie im Knie kann keine gesicherte obere Altersgrenze für einen gelenkerhaltenden Eingriff oder eine MACT im Hüftgelenk festgelegt werden, da das numerische nicht zwangsläufig mit dem biologischen Patientenalter bzw. Gelenkzustand korreliert. Wie für andere Gelenke auch, sind Langzeitbeobachtungen und die Durchführung prospektiv randomisierter Studien anzuraten.
Item Description:Gesehen am 17.05.2018
Physical Description:Online Resource
ISSN:1864-6743
DOI:10.1055/s-0043-116218