Mikrovaskuläre Effekte des Verbrennungsplasmatransfers und therapeutische Optionen im Tiermodell
Thermische Verletzungen mit mehr als 20% verbrannter Körperoberfläche (vKOF) führen zusätzlich zu den lokalen Gewebezerstörungen zu einem systemischen Schock mit generalisierter Ödembildung. Dieser als Verbrennungskrankheit bezeichnete Zustand wird durch immunmodulative Mediatoren hervorgerufe...
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| Main Authors: | , , |
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| Format: | Article (Journal) |
| Language: | German |
| Published: |
2012
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| In: |
Handchirurgie, Mikrochirurgie, plastische Chirurgie
Year: 2012, Volume: 44, Issue: 04, Pages: 209-219 |
| ISSN: | 1439-3980 |
| DOI: | 10.1055/s-0032-1321890 |
| Online Access: | Verlag, Volltext: http://dx.doi.org/10.1055/s-0032-1321890 Verlag, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0032-1321890 |
| Author Notes: | J.F. Hernekamp, P.S. Harenberg, M. Lehnhardt, G. Germann, A. Walther, T. Kremer |
| Summary: | Thermische Verletzungen mit mehr als 20% verbrannter Körperoberfläche (vKOF) führen zusätzlich zu den lokalen Gewebezerstörungen zu einem systemischen Schock mit generalisierter Ödembildung. Dieser als Verbrennungskrankheit bezeichnete Zustand wird durch immunmodulative Mediatoren hervorgerufen, deren individuelle Bedeutung aber noch nicht abschließend beurteilt werden kann. Wir stellen ein experimentelles Modell vor, bei dem Plasma verbrannter Tiere (Verbrennungsplasma) in gesunde Tiere übertragen wird, um hier eine Verbrennungskrankheit auszulösen. Die systemische Ödembildung wird mittels Extravasation von fluoreszenzmarkiertem Albumin in Mesenterialvenolen von Wistarratten gemessen. Zusätzlich werden Leukozyten-Endothel Interaktionen („Leukozyten-Rolling und Sticking“) untersucht. Das systemische Kapillarleck wird ebenso durch ein direktes thermisches Trauma wie durch die Infusion von Verbrennungsplasma induziert. Dies ist auch noch nach deutlicher Plasmaverdünnung (1% in Ringerlaktat) der Fall. Zusätzlich bewirkt eine topische Therapie der verbrannten Spendertiere mit Ceriumnitrat eine signifikante Reduktion der Plasmaextravasation im Empfänger. Außerdem kann die systemische antioxidative Therapie des Empfängers mit hochdosiertem Vitamin C die Ausprägung des Kapillarlecks reduzieren. Leukozyten-Endothel-Interaktionen werden jeweils nicht signifikant beeinflusst. Zusammengefasst wurde erstmals ein verlässliches Modell der Verbrennungskrankheit etabliert, das mediator-unabhängige Effekte eliminiert. Zusätzlich wurde für die antioxidative Therapie mit hochdosiertem Vitamin C und für die topische Therapie mit Ceriumnitrat gezeigt, dass beide das systemische Kapillarleck positiv beeinflussen und daher bereits kurzfristig in die Therapiealgorithmen integriert werden könnten. |
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| Item Description: | 29. August 2012 (online) Gesehen am 07.06.2018 |
| Physical Description: | Online Resource |
| ISSN: | 1439-3980 |
| DOI: | 10.1055/s-0032-1321890 |