Indizierte Prävention psychotischer Störungen = Prevention of psychosis

Eine Frühintervention in der Prodromalphase einer psychotischen Störung zielt auf die Prävention der manifesten Erkrankung ab. Unklar ist die tatsächliche Effektivität spezifischer klinischer Interventionen. In dieser Übersichtsarbeit wurde eine systematische Literatursuche via PubMed und MEDL...

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Main Authors: Hirjak, Dusan (Author) , Thomann, Philipp (Author) , Thiemann, Ulf (Author) , Wolf, Robert Christian (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 2012
In: Nervenheilkunde
Year: 2012, Volume: 31, Issue: 12, Pages: 923-932
ISSN:2567-5788
DOI:10.1055/s-0038-1628253
Online Access:Verlag, Volltext: http://dx.doi.org/10.1055/s-0038-1628253
Verlag, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0038-1628253
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Author Notes:D. Hirjak, A. Bechdolf, P.A. Thomann, U. Thiemann, R.C. Wolf
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Summary:Eine Frühintervention in der Prodromalphase einer psychotischen Störung zielt auf die Prävention der manifesten Erkrankung ab. Unklar ist die tatsächliche Effektivität spezifischer klinischer Interventionen. In dieser Übersichtsarbeit wurde eine systematische Literatursuche via PubMed und MEDLINE zwischen Januar 2000 und Juni 2011 anhand der Kombination der Schlüsselwörter „psychosis“, „high risk OR prodrome“ und „intervention“ durchgeführt und die Literatursuche durch eine gezielte weiterführende Literaturrecherche ergänzt. Zur Frühintervention bei Personen mit erhöhtem Psychoserisiko konnten in der Literatur elf klinische Studien, einige Übersichtsarbeiten und eine formale Metaanalyse identifiziert werden. Hinsichtlich einer medikamentösen Intervention liegt eine vorläufige Evidenz für Risperidon, Olanzapin und Amisulprid vor. Im Hinblick auf die untersuchten psychotherapeutischen Verfahren sprechen die Ergebnisse am ehesten für eine integrierte psychotherapeutische Intervention und für eine kognitive Verhaltenstherapie. Nach kritischer Betrachtung der Datenlage gibt es Hinweise darauf, dass eine Frühintervention bei Personen mit erhöhtem Psychoserisiko wirksam sein könnte.
Item Description:Gesehen am 12.07.2018
Publikationsdatum: 23. Januar 2018 (online)
Physical Description:Online Resource
ISSN:2567-5788
DOI:10.1055/s-0038-1628253