Qualitätsmerkmale und Verbreitungsgrad behandlungsbegleitender Sporttherapie bei pädiatrisch-onkologischen Erkrankungen in Deutschland = Quality characteristics and prevalence of exercise therapy during childhood cancer treatment in Germany
Hintergrund: Bewegungs- und Sporttherapie während der Behandlung und Nachsorge einer pädiatrischen Krebserkrankung haben großes Potenzial zur Verminderung von Nebenwirkungen und Spätfolgen der Behandlung. Der Verbreitungsgrad ist bislang jedoch gering. Ziel der Untersuchung ist die Erfassung ents...
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| Main Authors: | , |
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| Format: | Article (Journal) |
| Language: | German |
| Published: |
30 Mai 2017
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| In: |
Klinische Pädiatrie
Year: 2017, Volume: 229, Issue: 3, Pages: 126-132 |
| ISSN: | 1439-3824 |
| DOI: | 10.1055/s-0042-118709 |
| Online Access: | Verlag, Volltext: http://dx.doi.org/10.1055/s-0042-118709 Verlag, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0042-118709 |
| Author Notes: | Regine Söntgerath, Stefanie Freier, Markus Wulftange, Katharina Eckert |
| Summary: | Hintergrund: Bewegungs- und Sporttherapie während der Behandlung und Nachsorge einer pädiatrischen Krebserkrankung haben großes Potenzial zur Verminderung von Nebenwirkungen und Spätfolgen der Behandlung. Der Verbreitungsgrad ist bislang jedoch gering. Ziel der Untersuchung ist die Erfassung entsprechender Angebote im klinischen Setting in Deutschland und die Überprüfung deren Qualitäts- und Strukturmerkmale. Methode: 54 Kliniken mit pädiatrischer Onkologie wurden zur Existenz behandlungsbegleitender Sporttherapie sowie deren Qualitäts- und Strukturmerkmale in Anlehnung an die DIN EN 15224:2012 und weitere Merkmale der Strukturqualität befragt. Ergebnisse: 48 Kliniken nahmen an der Befragung teil (Rücklaufquote 89%). 9 (19%) der teilnehmenden Kliniken verfügen über ein sporttherapeutisches Angebot im Rahmen der Behandlung und/oder Nachsorge, 39 (81%) taten dies zum Zeitpunkt der Befragung nicht. Die Sporttherapie stellt bei den jeweiligen Kliniken einen festen Bestandteil der Versorgung dar. Qualifizierung des Personals, räumliche Bedingungen und Ausstattung mit Geräten erscheinen angemessen. Die Finanzierung wird hauptsächlich über Spenden und Drittmittel realisiert.Schlussfolgerungen: Ein Großteil der an Krebs erkrankten Kinder und Jugendlichen in Deutschland hat im Rahmen der Behandlung und Nachsorge keinen Zugang zu speziellen Bewegungsangeboten. Die wissenschaftliche Fundierung der Maßnahme und die Vernetzung unter den Akteuren befinden sich im Aufbau, bislang fehlt jedoch ein Trainingsmanual für die pädiatrische Onkologie im deutschsprachigen Raum sowie eine einheitliche Finanzierungsmöglichkeit der Maßnahme über die Kostenträger. |
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| Item Description: | Gesehen am 16.07.2018 |
| Physical Description: | Online Resource |
| ISSN: | 1439-3824 |
| DOI: | 10.1055/s-0042-118709 |