Die Gefäßmetapher in 1 Thess 4,4

In der Deutung von 1 Thess 4,4 wird notorisch kontrovers diskutiert, ob mit der Gefäßmetapher der eigene Leib, das Geschlechtsorgan oder die Ehefrau gemeint ist. Aufschluss wird meist von den übrigen antiken Belegen erwartet, doch bietet deren übliche schlichte Rubrizierung in die genannten Optio...

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Bibliographic Details
Main Author: Konradt, Matthias (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 2018
In: Biblische Zeitschrift
Year: 2018, Volume: 62, Issue: 2, Pages: 245-269
ISSN:2589-0468
DOI:10.30965/25890468-06202003
Subjects:
Online Access:Resolving-System, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.30965/25890468-06202003
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Author Notes:ein neuer Versuch zur Deutung von 1 Thess 4,4f.$hMatthias Konradt
Description
Summary:In der Deutung von 1 Thess 4,4 wird notorisch kontrovers diskutiert, ob mit der Gefäßmetapher der eigene Leib, das Geschlechtsorgan oder die Ehefrau gemeint ist. Aufschluss wird meist von den übrigen antiken Belegen erwartet, doch bietet deren übliche schlichte Rubrizierung in die genannten Optionen keine entscheidende Interpretationshilfe. Neben einer Sichtung der exegetischen Indizien, ob Paulus in 1 Thess 4,4 das Selbstverhältnis oder Sozialverhalten im Blick hat, ist vielmehr vorrangig zu fragen, welche Eigenschaften des metaphorisch gebrauchten Ausdrucks in den antiken Verwendungsweisen auf das durch diesen Bezeichnete übertragen werden. Der Beitrag begründet, dass es in 1 Thess 4,4f. um innereheliches Sexualverhalten geht, mit der Gefäßmetapher ein schöpfungstheologischer Horizont aufgespannt wird und es auf dieser Grundlage keineswegs zwingend ist, die Gefäßmetapher allein auf die Ehefrau zu beziehen.
Item Description:Gesehen am 10.09.2018
Physical Description:Online Resource
ISSN:2589-0468
DOI:10.30965/25890468-06202003