Deutsches Thoraxregister: Implementierung eines etablierten Werkzeuges der perioperativen Versorgungsforschung = The German Thorax Registry : implementation of an established tool of perioperative health care research

Die Erhebung klinischer Behandlungsdaten in Registerdatenbanken hat seit Jahren einen hohen Stellenwert in der Versorgungsforschung. Hierdurch kann beispielsweise eine kritische Prüfung der Sicherheit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit klinischer Behandlungskonzepte an großen Untersuchungskollekti...

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Main Authors: Defosse, Jérôme (Author) , Schleppers, Alexander (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 2017
In: Anästhesiologie & Intensivmedizin
Year: 2017, Volume: 58, Pages: 341-347
ISSN:1439-0256
DOI:10.19224/ai2017.341
Online Access:Verlag, Volltext: http://dx.doi.org/10.19224/ai2017.341
Verlag, Volltext: https://www-ai-online-info.ezproxy.medma.uni-heidelberg.de/aionline/Artikel/10.19224/ai2017.341
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Author Notes:J. Defosse, M. Schieren, T. Loop, C. Arndt, R. Röhrig, E. Stoelben, C. Ludwig, A. Schleppers, F. Wappler, M. Gerbershagen, A. Lopez-Pastorini
Description
Summary:Die Erhebung klinischer Behandlungsdaten in Registerdatenbanken hat seit Jahren einen hohen Stellenwert in der Versorgungsforschung. Hierdurch kann beispielsweise eine kritische Prüfung der Sicherheit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit klinischer Behandlungskonzepte an großen Untersuchungskollektiven erfolgen. Die erhobenen Erkenntnisse aus der Registerforschung entsprechen dem tatsächlichen Patientenklientel und dem Versorgungsalltag der teilnehmenden Kliniken. Sie sind nicht durch strenge Einschlusskriterien oder realitätsferne Rahmenbedingungen klinischer prospek­tiver Studien beschränkt. Durch die Implementierung des Deutschen Thoraxregisters wurde erstmalig die Möglichkeit geschaffen, die interdisziplinäre Betreuung (Thoraxchirurgie, Anäs­‑ thesiologie, Intensivmedizin, Schmerztherapie) von Patienten mit operativen Eingriffen am Thorax ganzheitlich in einer Datenbank zu erfassen und auszuwerten. Unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) und der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchir­urgie (DGT) wurde ein ursprünglich rein thoraxchirurgisches Register des Klinikums der Universität Witten/Herdecke-Köln in enger Kooperation mit dem Universitätsklinikum Freiburg erweitert. Nach Ausarbeitung eines umfangreichen Datenschutzkonzeptes und Abschluss der Pilotphase wurde das Deutsche Thoraxregister als erstes perioperatives, interdisziplinäres Behandlungsregister im Januar 2016 offiziell implementiert. Neben der reinen Registerforschung profitieren die teilnehmenden Kliniken vor allem durch die „Benchmarking“-Funktionen. Das „Benchmarking“, also der Vergleich der Behandlungsqualität verschiedener Kliniken erlaubt es, individuelle Profile, Stärken und Schwächen im nationalen Vergleich zu identifizieren und eigene Fortschritte über mehrere Jahre zu verfolgen. Das Eingabe- und Benchmarkportal ist jederzeit online verfügbar (www.thoraxregister.de). Seit Oktober 2016 wurde das Teilneh­merspektrum erweitert, so dass sämtliche Kliniken mit mindestens 50 thoraxchirurgischen Eingriffen im Jahr teilnahmeberechtigt sind.
Item Description:Gesehen am 25.10.2018
Physical Description:Online Resource
ISSN:1439-0256
DOI:10.19224/ai2017.341