Implementierung des Q13 Palliativmedizin - Sicht der Lehrbeauftragten
<p> <b>Einleitung</b> 2009 wurde Palliativmedizin als Pflichtlehr- und Prüfungsfach in die Approbationsordnung für Ärzte aufgenommen. Trotz zahlreicher Impulse, das Fach flächendeckend und mit einem Mindestmaß an Qualität und Quantität in das Medizinstudium zu integrieren, le...
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| Main Authors: | , |
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| Format: | Article (Journal) |
| Language: | German |
| Published: |
16. November 2017
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| In: |
Deutsche medizinische Wochenschrift
Year: 2017, Volume: 142, Issue: 23, Pages: e167-e174 |
| ISSN: | 1439-4413 |
| DOI: | 10.1055/s-0043-115776 |
| Online Access: | Verlag, Volltext: http://dx.doi.org/10.1055/s-0043-115776 Verlag, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0043-115776 |
| Author Notes: | Leonie Isermeyer, Benjamin Ilse, Gabriella Marx, Stephanie Seidemann, Jana Jünger, Friedemann Nauck, Bernd Alt-Epping |
| Summary: | <p> <b>Einleitung</b> 2009 wurde Palliativmedizin als Pflichtlehr- und Prüfungsfach in die Approbationsordnung für Ärzte aufgenommen. Trotz zahlreicher Impulse, das Fach flächendeckend und mit einem Mindestmaß an Qualität und Quantität in das Medizinstudium zu integrieren, legen Längsschnittuntersuchungen nahe, dass zwischen den Fakultäten noch immer deutliche Unterschiede in der palliativmedizinischen Ausbildung bestehen. Ziel dieser Arbeit ist es strukturelle, personelle und inhaltliche Rahmenbedingungen für gelungene palliativmedizinische Lehre zu identifizieren und Realisierungswege in Anbetracht förderlicher und hinderlicher Faktoren aufzuzeigen.</p> <p> <b>Methoden</b> Leitfadengestützte Experteninterviews zu inhaltlicher Ausgestaltung und Stand der Implementierung wurden mit 15 der 36 Lehrbeauftragten für Palliativmedizin geführt. Diese wurden transkribiert und inhaltsanalytisch nach Meuser und Nagel ausgewertet.</p> <p> <b>Ergebnisse</b> Hinderlich für die Implementierung seien die mangelnde Anerkennung des Fachbereichs, die starre Struktur eines ohnehin ausgelasteten Medizinstudiums, mangelnde Erfahrungen sowie mangelnde personelle, finanzielle und zeitliche Ressourcen. Angesichts der Herausforderungen seien Anerkennung und Unterstützung, inner- und interfakultäre Zusammenarbeit, extracurriculares Engagement, Drittmittel und grundlegende Umstrukturierungsprozesse förderlich für den Implementierungsprozess.</p> <p> <b>Diskussion</b> Um die Implementierung voranzutreiben, sollte der Wert von Teamarbeit deutlicher erkannt und ausgebaut werden. So könnte insbesondere die Ausarbeitung kompetenzbasierter und ressourcensparender Lehr- und Prüfungsformate effizient vorangetrieben werden. Grundsätzlich bräuchte es zudem eine Verbesserung der institutionellen Verankerung und Ausstattung. Um Mängel zu objektivieren, sollte eine Bedarfserhebung (Anzahl an Lehrstunden und Unterrichtseinheiten) erstellt werden, die entsprechende Forderungen unterstützen kann.</p> |
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| Item Description: | Gesehen am 05.11.2018 |
| Physical Description: | Online Resource |
| ISSN: | 1439-4413 |
| DOI: | 10.1055/s-0043-115776 |