"Neuer Atheismus" und "Kreationismus" - Transatlantische Zwillings-Phänomene

Der sogenannte ‚neue Atheismus‘ hat - ausgehend v. a. von den USA - in Deutschland ohne Zweifel Wirkung gezeigt. Allerdings lässt sich die starke Resonanz kaum aus den eigenen Kontexten erklären, da einer der ‚Hauptgegner‘, ein - auch politisch einflussreicher - Kreationismus, in Deutschland so ni...

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Bibliographic Details
Main Author: Schmidtke, Sabine (Author)
Format: Chapter/Article
Language:German
Published: 2019
In: Multipolarität und bipolare Konfrontationen
Year: 2018, Pages: 117-143
DOI:10.1007/978-3-658-22927-6_5
Online Access:Verlag, Volltext: https://doi.org/10.1007/978-3-658-22927-6_5
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Author Notes:Sabine Schmidtke
Description
Summary:Der sogenannte ‚neue Atheismus‘ hat - ausgehend v. a. von den USA - in Deutschland ohne Zweifel Wirkung gezeigt. Allerdings lässt sich die starke Resonanz kaum aus den eigenen Kontexten erklären, da einer der ‚Hauptgegner‘, ein - auch politisch einflussreicher - Kreationismus, in Deutschland so nicht vorhanden war und ist. Es stellt sich daher in einer Reflexion auf das Phänomen die Frage, welche beabsichtigten und unbeabsichtigten Konsequenzen die neukontextualisierte Rezeption des ‚neuen Atheismus‘ zeitigt und was sich in theologischer und kirchlicher Perspektive aus diesem Phänomen lernen lässt. Die Hauptthese, dass der sogenannte ‚neue Atheismus‘ dem Kreationismus in Deutschland erst ein öffentlichkeitswirksames Forum verschafft hat, dass sich gleichzeitig in diesem Phänomen aber auch erkennen lässt, dass das Bild von Theologie und Kirche in der Öffentlichkeit faktisch weniger von deren Akteuren als von den - in vielen Punkten stark US-amerikanisch stämmigen oder geprägten - Medien beeinflusst wird, mündet in ein Votum für eine stärker öffentlich orientierte Theologie.
Item Description:Gesehen am 16.11.2018
First online: 31 October 2018
Physical Description:Online Resource
ISBN:9783658229276
DOI:10.1007/978-3-658-22927-6_5