Inhaftierung und Rückfall
KrimZ: Die gegenwärtig in den USA geführte Inhaftierungsdiskussion wird als "klassisch" bezeichnet, da sie eine Begrenzung der steigenden Kriminalitätsraten über eine grundsätzliche Verlängerung der Haftdauer (Konzept der "Collective Incapacitation") bzw. strafverschärfend...
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| Main Author: | |
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| Format: | Article (Journal) |
| Language: | German |
| Published: |
1990
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| In: |
Zeitschrift für Strafvollzug und Straffälligenhilfe
Year: 1990, Volume: 39, Issue: 2, Pages: 76-82 |
| ISSN: | 0342-3514 |
| Online Access: |
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| Author Notes: | D. Hermann |
| Summary: | KrimZ: Die gegenwärtig in den USA geführte Inhaftierungsdiskussion wird als "klassisch" bezeichnet, da sie eine Begrenzung der steigenden Kriminalitätsraten über eine grundsätzliche Verlängerung der Haftdauer (Konzept der "Collective Incapacitation") bzw. strafverschärfende Maßnahmen für Gefangene mit hoher Rückfallwahrscheinlichkeit ("Individual Incapacitation") anstrebt. Hingegen werden Ergebnisse einer empirischen Verlaufsuntersuchung zur Erklärung der Rückfalldichte an einer Stichprobe von 500 männlichen Entlassenen aus dem Jugendstrafvollzug in Nordrhein-Westfalen angeführt. Es zeigte sich, daß der täterorientierte Ansatz, der in psychischen und sozialisatorischen Defiziten als statischen Tätermerkmalen die Ursachen für Erst- und Rückfallkriminalität sieht, insgesamt zu kurz greift. Vielmehr erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls mit der Sanktionierung der Tat. So werden kriminalpolitische Lösungsansätze eher in Sanktionsmilderung und dem Abbau negativer sozialer Folgen von Sanktionen gesucht, um dem rückfallfördernden Effekt des Strafvollzugs entgegenzuwirken. - (KrimZ) |
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| ISSN: | 0342-3514 |