Persönlichkeit und Persönlichkeitsstörungen und der Verlauf depressiver Erkrankungen
In der vorliegenden Arbeit wurden 80 stationär behandelte Patienten mit Major Depression (DSM-IV) hinsichtlich der möglichen Beziehung zwischen dem Depressionsverlauf und der Persönlichkeit und Persönlichkeitsstörungen der Patienten geprüft. Dazu wurden die Patienten während der stationären...
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| Format: | Book/Monograph Thesis |
| Language: | German |
| Published: |
2004
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| DOI: | 10.11588/heidok.00004792 |
| Subjects: | |
| Online Access: | Resolving-System, kostenfrei, Volltext: https://doi.org/10.11588/heidok.00004792 Verlag, kostenfrei, Volltext: https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/4792/ |
| Author Notes: | Eva Daniela Victor |
| Summary: | In der vorliegenden Arbeit wurden 80 stationär behandelte Patienten mit Major Depression (DSM-IV) hinsichtlich der möglichen Beziehung zwischen dem Depressionsverlauf und der Persönlichkeit und Persönlichkeitsstörungen der Patienten geprüft. Dazu wurden die Patienten während der stationären Behandlung wiederholt mit Fragebögen und Interviews untersucht. Das zentrale Ergebnis war, dass depressive Patienten mit Persönlichkeitsstörungen zu Beginn der Behandlung eher stärker depressiv waren, ihre Depression später auf die Therapie ansprach und die Patienten bei der Entlassung immer noch schwerer depressiv waren als depressive Patienten ohne Persönlichkeitsstörungen. Dennoch remittierten die Depressionen auch bei den meisten der Patienten mit Persönlichkeitsstörungen. In vielen der untersuchten Variablen fanden sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den depressiven Patienten mit und denen ohne Persönlichkeitsstörungen. Eine Schlussfolgerung ist, dass zukünftige Studien einzelne Persönlichkeitsstörungen untersuchen sollten, anstatt alle Persönlichkeitsstörungen zusammen, da sich die verschiedenen Persönlichkeitsstörungen möglicherweise in ihrer Bedeutung für den Depressionsverlauf voneinander unterscheiden. The present study examined 80 in-patients with Major Depression (DSM-IV) concerning possible associations between the course of the depression and personality characteristics as well as personality disorders of the patients. Therefore patients were examined at different times by interviews and questionnaires during their treatment in hospital. The main result was that depressive patients with personality disorders tended to be more depressive at the beginning of their treatment, their depression responded later to the therapy and these patients were still more depressive at hospital discharge than depressive patients without personality disorders. Nevertheless the depression remitted in most of the patients with personality disorders. In many of the examined variables there were no statistically significant differences between depressive patients with and without personality disorders. One conclusion is that further studies ought to examine each personality disorder alone instead of all personality disorders together, because the personality disorders might differ in their relevance for the course of depression. |
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| Physical Description: | Online Resource |
| DOI: | 10.11588/heidok.00004792 |