Erfahrung als Argument: zur Renaissance eines ideengeschichtlichen Grundbegriffs

Die Aufmerksamkeit moderner Massenmedien gilt vorzugsweise dem Neuen und der Veränderung. Dabei wird schnell vergessen, was beim Alten bleibt. Öffentliches Interesse weckt die Erfahrung als Thema heute auch nur deshalb, weil sie im Wandel erscheint. Gemeinsame Erfahrungen werden durch die Pluralis...

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Bibliographic Details
Other Authors: Brodocz, André (Editor)
Format: Conference Paper
Language:German
Published: Baden-Baden Nomos 2007
Edition:1. Aufl.
Series:Schriftenreihe der Sektion Politische Theorien und Ideengeschichte in der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft 11
In: Schriftenreihe der Sektion Politische Theorien und Ideengeschichte in der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (11)

DOI:10.5771/9783845202709
Subjects:
Online Access:Verlag, Volltext: http://www.nomos-elibrary.de/10.5771/9783845202709
Verlag, Volltext: http://dx.doi.org/10.5771/9783845202709
Inhaltsverzeichnis: https://swbplus.bsz-bw.de/bsz256584877inh.htm
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Author Notes:André Brodocz (Hrsg.)
Description
Summary:Die Aufmerksamkeit moderner Massenmedien gilt vorzugsweise dem Neuen und der Veränderung. Dabei wird schnell vergessen, was beim Alten bleibt. Öffentliches Interesse weckt die Erfahrung als Thema heute auch nur deshalb, weil sie im Wandel erscheint. Gemeinsame Erfahrungen werden durch die Pluralisierung von Wertvorstellungen und die Individualisierung von Lebensstilen zunehmend bedroht. In der politischen Praxis wird deshalb die Bedeutung von Erfahrungen für das politische Handeln immer öfter in Frage gestellt. In der politischen Theorie gewinnt die Erfahrung als Argument paradoxerweise aus denselben Gründen gegenwärtig neue Relevanz. Denn gerade der aus der Pluralisierung und Individualisierung hervorgehende Verlust einer unbedingten Gewissheit über das richtige Handeln stärkt die normative Kraft der sich als nützlich bewährten Erfahrungen
Physical Description:Online Resource
ISBN:9783832922566
DOI:10.5771/9783845202709