Ist Prioritätendurchsetzung trainierbar?: eine Mehrebenenanalyse im pflegerischen Arbeitskontext

Im Fokus dieser Arbeit steht die Untersuchung der kurz- und langfristigen Wirksamkeit eines Prioritätendurchsetzungstrainings, das erstmalig auf die Erhöhung von Selbstkontrollkraft und Intentionsstärke bei Pflegekräften im Krankenhaus abzielte. Verfehlt es eine Pflegekraft aufgrund mangelnder W...

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Bibliographic Details
Main Author: Miller, Angelika (Author)
Format: Book/Monograph Thesis
Language:German
Published: Heidelberg 2017
DOI:10.11588/heidok.00023642
Subjects:
Online Access:Resolving-System, kostenfrei, Volltext: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-heidok-236423
Resolving-System, Volltext: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:16-heidok-236423
Langzeitarchivierung Nationalbibliothek, Volltext: http://d-nb.info/1187661821/34
Verlag, kostenfrei, Volltext: http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/23642
Resolving-System, Unbekannt: https://doi.org/10.11588/heidok.00023642
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Author Notes:vorgelegt von: Angelika Miller ; Erstgutachterin: Dr. Christine Sattler, Zweitgutachter: Dr. Jan Rummel
Description
Summary:Im Fokus dieser Arbeit steht die Untersuchung der kurz- und langfristigen Wirksamkeit eines Prioritätendurchsetzungstrainings, das erstmalig auf die Erhöhung von Selbstkontrollkraft und Intentionsstärke bei Pflegekräften im Krankenhaus abzielte. Verfehlt es eine Pflegekraft aufgrund mangelnder Willensressourcen, ihre gesetzten Prioritäten durchzusetzen, gefährdet sie sich, die Patienten und das Unternehmen. Zudem erhöht sich die Auftretenswahrscheinlichkeit von Gefährdungsfällen durch die defizitäre wirtschaftliche und personelle Lage des Krankenhaussektors. Im Rahmen eines Wartelisten-Kontrollgruppendesigns (drei Messzeitpunkte, Zeitraum 14 Monate) absolvierten 47 Pflegekräfte ein 90-minütiges Training. Die Ergebnisse der Mehrebenenanalyse konnten die generell langfristige Wirksamkeit statistisch nicht bestätigen: Nur in einer Untersuchungsgruppe konnten, unter Kontrolle für Arbeitsbelastung, kurzfristige Verbesserungen bezgl. Gefährdungsfällen und Sicherheitseinschätzungen erzielt werden. Berichtete Selbstkontrollkraft und berufsspezifische Selbstwirksamkeitserwartung wiesen deskriptiv einen positiven Trend auf. Weiterführende Analysen deuten darauf hin, dass das Ausmaß an berichteten Gefährdungsfällen einen dringenden Handlungsbedarf an Praxis und Forschung adressiert. Dementsprechend wurden Empfehlungen zur branchenübergreifenden Weiterentwicklung des Trainings sowie verhältnis- und verhaltenspräventiver Maßnahmen abgeleitet. Substantielle Zusammenhänge innerhalb und zwischen selbstregulatorischeren Konstrukten und impliziter Rationierung bieten Anstöße für interdisziplinäre Forschungsprojekte.
Physical Description:Online Resource
DOI:10.11588/heidok.00023642