Prävention und Frühintervention bei Essstörungen: Dissemination, Reichweite und Passung eines individualisierten Internet-basierten Programms

Essstörungssymptome treten in den meisten Fällen erstmals im Jugend- und jungen Erwachsenenalter auf. Obwohl effektive Beratungs- sowie medizinische und therapeutische Behandlungsangebote im Bereich der Essstörungen verfügbar sind, werden diese von Betroffenen mit substantiellen Symptomen nur se...

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Main Author: Bilić, Sally Sophie (Author)
Format: Book/Monograph Thesis
Language:German
Published: Heidelberg 2017
DOI:10.11588/heidok.00023897
Subjects:
Online Access:Resolving-System, kostenfrei, Volltext: http://dx.doi.org/10.11588/heidok.00023897
Resolving-System, kostenfrei, Volltext: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-heidok-238979
Resolving-System, Volltext: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:16-heidok-238979
Langzeitarchivierung Nationalbibliothek, Volltext: http://d-nb.info/1177690993/34
Verlag, kostenfrei, Volltext: http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/23897
Resolving-System, Unbekannt: https://doi.org/10.11588/heidok.00023897
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Author Notes:vorgelegt von Dipl.-Psych. Sally Sophie Bilić (geb. Kindermann) ; Beraterin: PD Dr. rer. soc. Dipl.-Psych. Stephanie Bauer
Description
Summary:Essstörungssymptome treten in den meisten Fällen erstmals im Jugend- und jungen Erwachsenenalter auf. Obwohl effektive Beratungs- sowie medizinische und therapeutische Behandlungsangebote im Bereich der Essstörungen verfügbar sind, werden diese von Betroffenen mit substantiellen Symptomen nur selten in Anspruch genommen. Gründe hierfür sind vor allem diverse psychosoziale Barrieren wie mangelndes Wissen, eine fehlende Krankheitseinsicht, Schamgefühle und die Angst vor Stigmatisierung. Von Internet-basierten Programmen verspricht man sich neben Verbesserungen in Reichweite und Dissemination gegenüber präventiven Angeboten im Face-to-Face- (f2f) Setting, dass diese Barrieren umgangen bzw. abgebaut und Risikosymptome frühzeitig identifiziert werden, um Betroffenen schnellstmöglich Unterstützung anbieten und ihnen bei Bedarf Wege in den regulären Beratungs- und Behandlungssektor aufzeigen zu können. Eines dieser Programme ist die von der Europäischen Union (EU) geförderte „ProYouth“-Initiative („Promotion of young people’s mental health through technology-enhanced personalization of care“; Ref: „PROYOUTH“ 20101209), ein in Kooperation mit europäischen Partnerinstitutionen implementiertes Internet-basiertes Angebot, welches universelle und selektive Maßnahmen der Prävention vereint. Das Programm basiert auf einem bedarfsorientierten Konzept und bietet Teilnehmern ein an den Grad ihrer Beeinträchtigung anpassbares und damit individualisierbares Unterstützungsangebot. Erste vielversprechende Hinweise zur Machbarkeit, Akzeptanz und Wirksamkeit von „ProYouth“, zur Kosteneffektivität sowohl des Programms selbst als auch seiner Dissemination, sowie den Potentialen von „ProYouth“ hinsichtlich des Abbaus von Barrieren im Hilfesuchprozess und in der Vermittlung in f2f-Hilfen liegen vor. Ziel des vorliegenden Dissertationsprojektes war es neben der Erstellung einer Übersichtsarbeit zur aktuellen Evidenzlage im Bereich der Essstörungsprävention drei Studien zur Beantwortung bisher noch nicht thematisierter weiterführender Fragestellungen im Kontext von „ProYouth“ durchzuführen. In der ersten Originalarbeit (Schrift II) wurden Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Disseminationsstrategien, den soziodemo-graphischen Merkmalen und der Symptombelastung der rekrutierten Teilnehmer und der Programmnutzung untersucht. Für die zweite Originalarbeit (Schrift III) wurden die Daten einer 18-jährigen „ProYouth“-Teilnehmerin analysiert, um zu illustrieren wie mit Hilfe von „ProYouth“ auf den individuellen Unterstützungsbedarf eingegangen und der Zugang zur Regelversorgung erleichtert werden können. Ziel der dritten Originalarbeit (Schrift IV) war es zu überprüfen, ob symptomatisch stärker belastete Teilnehmer das Programm mehr nutzen und ob Teilnehmer die Intensität der Nutzung von „ProYouth“ an Veränderungen ihrer Symptombelastung anpassen. Die Ergebnisse der einzelnen Studien werden im letzten Abschnitt der Mantelschrift zusammenfassend dargestellt und Aufgaben zukünftiger Forschungen diskutiert.
Physical Description:Online Resource
DOI:10.11588/heidok.00023897