Prozeduren, Rechte, Demokratie: das legitimatorische Potential von Verfahren für politische Systeme

Die Frage nach dem legitimatorischen Potential demokratischer Verfahren wird sowohl in tagesaktuellen als auch in theoretischen Diskussionen prominent thematisiert. Die Arbeit greift die Frage danach auf, ob es möglich ist, die Legitimation von politischen Systemen und Politikergebnissen allein dur...

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Bibliographic Details
Main Author: Fleuß, Dannica (Author)
Format: Book/Monograph Thesis
Language:German
Published: Heidelberg 15. März 2016
DOI:10.11588/heidok.00023203
Subjects:
Online Access:Resolving-System, kostenfrei, Volltext: http://dx.doi.org/10.11588/heidok.00023203
Resolving-System, kostenfrei, Volltext: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-heidok-232035
Resolving-System, Volltext: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:16-heidok-232035
Langzeitarchivierung Nationalbibliothek, Volltext: http://d-nb.info/118098661X/34
Verlag, kostenfrei, Volltext: http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/23203
Resolving-System, Unbekannt: https://doi.org/10.11588/heidok.00023203
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Author Notes:vorgelegt von: Dannica Fleuß, M.A. ; Erstgutachter: Prof. Dr. Michael Haus, Zweitgutachter: PD Dr. Ulrich Thiele
Description
Summary:Die Frage nach dem legitimatorischen Potential demokratischer Verfahren wird sowohl in tagesaktuellen als auch in theoretischen Diskussionen prominent thematisiert. Die Arbeit greift die Frage danach auf, ob es möglich ist, die Legitimation von politischen Systemen und Politikergebnissen allein durch die Einhaltung demokratischer Verfahren zu stiften. Im Anschluss an eine kritische Würdigung der angelsächsischen Epistemic Democracy-Debatte beurteilt die Arbeit drei kantianisch geprägte Theorien (John Rawls, Jürgen Habermas und Ingeborg Maus), die auf den ersten Blick den Anspruch erheben, „rein prozeduralistisch“ zu sein. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die Erfüllung eines prozeduralistischen Anspruches aus prinzipiellen Gründen nicht möglich ist und gibt eine theoretische Begründung dafür, dass eine Theorie der Legitimität stets auf materiale (inhaltliche) Prinzipien rekurrieren muss. Abschließend werden die Schlussfolgerungen, die aus dieser Debatte für die Politische Theorie unter „postmetaphysischen“ Bedingungen gezogen werden müssen, erläutert. Dabei wird für einen „gemäßigt dezisionistischen Ansatz“ plädiert. Dieser trägt einerseits der Tatsache Rechnung, dass eine jede Theorie der Legitimität auf inhaltliche Grundsätze Bezug nehmen muss und trägt andererseits der Tatsache Rechnung, dass eine Letztbegründung dieser Prinzipien unter postmetaphysischen Bedingungen nicht möglich ist: Erforderlich ist eine Entscheidung für basale inhaltliche Grundsätze — die im Falle von Rawls, Habermas und Maus „kantianisch“ interpretiert werden — wobei der Diskurs über die Rechtfertigung dieser Prinzipien nicht mehr rein philosophisch bzw. theoretisch geführt werden kann, sondern in den politischen Raum verlegt werden muss.
Item Description:Gesehen am 20.02.2018
Physical Description:Online Resource
DOI:10.11588/heidok.00023203