Mentalisierungsbasierte Therapie für Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung

<p>Die Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT) wurde ursprünglich für die Behandlung von Patienten mit Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS) entwickelt. Das multi-dimensionale Konzept des Mentalisierens beschreibt die imaginative Fähigkeit, das eigene Verhalten und das Verhalten anderer...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Taubner, Svenja (VerfasserIn) , Volkert, Jana (VerfasserIn) , Bark, Christine (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 31. Juli 2018
In: Nervenheilkunde
Year: 2018, Jahrgang: 37, Heft: 07/08, Pages: 513-519
ISSN:2567-5788
DOI:10.1055/s-0038-1668318
Online-Zugang:Verlag, Volltext: https://doi.org/10.1055/s-0038-1668318
Verlag, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0038-1668318
Volltext
Verfasserangaben:S. Taubner, J. Volkert, C. Bark
Beschreibung
Zusammenfassung:<p>Die Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT) wurde ursprünglich für die Behandlung von Patienten mit Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS) entwickelt. Das multi-dimensionale Konzept des Mentalisierens beschreibt die imaginative Fähigkeit, das eigene Verhalten und das Verhalten anderer Menschen durch Zuschreibung mentaler Gründe interpretieren zu können und gilt als ein zentrales Merkmal zur Erklärung der Ätiopathogenese von schweren Persönlichkeitsstörungen (insbesondere BPS). Die MBT versteht sich als eine integrative, manualisierte Methode mit psychodynamischen Wurzeln, die mittlerweile auch für andere Störungsbilder (wie z.B. Depressionen, Essstörungen) und verschiedene Altersgruppen adaptiert wurde. Die MBT umfasst Einzel- und Gruppensitzungen, ist auf ca. 12-18 Monate ausgelegt und kann im stationären und ambulanten Setting durchgeführt werden. Sie verfolgt mithilfe einer spezifischen offenen und neugierigen therapeutischen Haltung des „Nicht-Wissens” und MBT-spezifischen Interventionen (z.B. „Stop, Rewind, Explore” oder „Challenge” das Ziel, die Mentalisierungsfähigkeiten in affektiv bedeutsamen Beziehungen zu fördern. Es liegen bereits einige Wirksamkeitsnachweise von randomisiert-kontrollierten Studien für die MBT vor, jedoch sind weitere Untersuchungen zur spezifischen Wirksamkeit und transdiagnostische Weiterentwicklungen notwendig.</p>
Beschreibung:Gesehen am 09.05.2019
Beschreibung:Online Resource
ISSN:2567-5788
DOI:10.1055/s-0038-1668318