Informationslücken in Packungsbeilagen: fehlende Hinweise zum richtigen Umgang mit Transdermalen Therapeutischen Systemen

<p> <b>Einleitung</b> Transdermale Therapeutische Systeme (TTS) gehören aufgrund ihres mehrstufigen Anwendungsprozesses zu den fehleranfälligen und damit beratungsbedürftigen Darreichungsformen. Die Packungsbeilage ist eine für jeden Patienten mit Erhalt des Arzneimittels verfu...

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Main Authors: Lampert, Anette (Author) , Haefeli, Walter E. (Author) , Seidling, Hanna (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 2019
In: Deutsche medizinische Wochenschrift
Year: 2019, Volume: 144, Issue: 05, Pages: e36-e41
ISSN:1439-4413
DOI:10.1055/a-0722-7419
Online Access:Verlag, Volltext: https://doi.org/10.1055/a-0722-7419
Verlag, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/a-0722-7419
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Author Notes:Anette Lampert, Walter E. Haefeli, Hanna M. Seidling
Description
Summary:<p> <b>Einleitung</b> Transdermale Therapeutische Systeme (TTS) gehören aufgrund ihres mehrstufigen Anwendungsprozesses zu den fehleranfälligen und damit beratungsbedürftigen Darreichungsformen. Die Packungsbeilage ist eine für jeden Patienten mit Erhalt des Arzneimittels verfügbare Informationsquelle, die jedoch möglicherweise nicht alle relevanten Anwendungshinweise enthält.</p> <p> <b>Methoden</b> Um Informationslücken zu identifizieren und somit eine gezielte Beratung im Patientengespräch zu ermöglichen, wurden Packungsbeilagen aller in Deutschland verfügbaren TTS hinsichtlich ihrer Anwendungshinweise untersucht.</p> <p> <b>Ergebnisse</b> Insgesamt wurden 81 Packungsbeilagen mit den Wirkstoffen Buprenorphin (N = 13), Fentanyl (N = 33), Granisetron (N = 1), Glyceroltrinitrat (N = 2), Nikotin (N = 4), Oxybutynin (N = 1), Rivastigmin (N = 10), Rotigotin (N = 2), Scopolamin (N = 1), sowie Mono- bzw. Kombinationspräparate mit Estradiol, Estradiol Hemihydrat, Ethinylestradiol, Gestoden, Levonorgestrel, Norelgestromin und Norethisteronacetat (N = 14) analysiert. Keine der Packungsbeilagen enthielt alle 28 Anwendungshinweise, die in einer vorausgegangenen systematischen Übersichtsarbeit als Mindestanforderung identifiziert wurden. Gerade auf die Besonderheiten der TTS wie etwa die Art der Wirkstoffaufnahme, Überwachung der Anwendung, Lagerung und Entsorgung wurde unzureichend eingegangen.</p> <p> <b>Diskussion</b> Da oftmals konkrete Handlungsempfehlungen für die richtige Durchführung der TTS-Anwendung fehlten, kommt dem Beratungsgespräch durch den Arzt oder Apotheker eine besondere Bedeutung zu. Langfristig sollten jedoch standardisierte, Darreichungsform-spezifische Anwendungshinweise in die behördlichen Vorlagen für die Packungsbeilagen aufgenommen werden.</p>
Item Description:Gesehen am 09.05.2019
Physical Description:Online Resource
ISSN:1439-4413
DOI:10.1055/a-0722-7419