Evaluation der deutschsprachigen Version des „INTERMED-Self-Assessment“- Fragebogens (IM-SA) zur Erfassung von Patienten mit komplexem Versorgungsbedarf = Evaluation of the German version of the “INTERMED-self-assessment”-questionnaire (IM-SA) to assess case complexity

Einleitung: Das INTERMED-Interview (IM-CAG=INTERMED complexity assessment grid) ist ein validiertes Erhebungsinstrument zur Erfassung von komplexen Patienten mit einem Bedarf für integrierte Behandlung (Score≥21). Auf Grundlage des IM-CAG wurde in Zusammenarbeit mit der europäischen INTERMED-Arbei...

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Main Authors: Böhlen, Friederike (Author) , Wild, Beate (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
English
Published: 29. April 2016
In: Psychotherapie, Psychosomatik, medizinische Psychologie
Year: 2016, Volume: 66, Issue: 5, Pages: 180-186
ISSN:1439-1058
DOI:10.1055/s-0042-104281
Online Access:Verlag, Volltext: https://doi.org/10.1055/s-0042-104281
Verlag, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0042-104281
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Author Notes:Friederike Hildegard Boehlen, Andreas Joos, Fritz Bergmann, Friedrich Stiefel, Johannes Eichenlaub, Silvia Ferrari, Annette Boenink, Arianne van Reedt Dortland, Barbara Stein, Wolfgang Söllner, Beate Wild
Description
Summary:Einleitung: Das INTERMED-Interview (IM-CAG=INTERMED complexity assessment grid) ist ein validiertes Erhebungsinstrument zur Erfassung von komplexen Patienten mit einem Bedarf für integrierte Behandlung (Score≥21). Auf Grundlage des IM-CAG wurde in Zusammenarbeit mit der europäischen INTERMED-Arbeitsgruppe der IM-SA (INTERMED self assessment)- Fragebogen zur Selbstbeurteilung des Versorgungsbedarfs entwickelt, um eine leichtere klinische Einsetzbarkeit zu ermöglichen und die Patientenperspektive verstärkt zu berücksichtigen. Material & Methoden:</b> Die Validität der deutschsprachigen Version des IM-SA wurde in einer Stichprobe (n=136) von psychosomatischen Patienten mit dem IM-CAG als Goldstandard evaluiert. Die Konstruktvalidität wurde über Korrelationen mit Fragebögen zur Lebensqualität (SF-36) und Angst und Depressivität (HADS) überprüft. Sensitivität und Spezifität des IM-SA zur Erfassung von komplexen Patienten wurden mit einer ROC (Receiver Operating Characteristic) Analyse bestimmt. Ergebnisse: Der IM-SA zeigte in allen Bereichen und im Gesamtscore eine hohe Übereinstimmung mit dem IM-CAG (Gesamtscore: r=0,79 (95%-KI: [0,70; 0,85]). Die interne Konsistenz des Fragebogens war gut, mit einem Cronbach‘ s α von 0,77. Die Korrelationen mit psychischer Lebensqualität (r=0,57) und Depression (r=0,59) waren hoch. Im Mittel beurteilten die Patienten ihren Versorgungsbedarf mit dem IM-SA aber niedriger als die Interviewer. Dies zeigte sich vor allem bei der Selbsteinschätzung des Versorgungsbedarfs im somatischen Bereich. So ergab auch die ROC Analyse, dass der Cut-off des IM-SA zur Erfassung komplexer Patienten gesenkt werden sollte (Score ≥17). Diskussion: Als Screening-Instrument zur Erfassung komplexer Patienten und zum Erstellen eines bio-psycho-sozialen Versorgungsplans ist die deutschsprachigen Version des IM-SA geeignet, wobei ein niedrigerer Cut-off als beim INTERMED-Interview zu beachten ist.</p> <p> <b>Schlussfolgerung: Mit dem IM-SA steht ein valides Instrument zur Selbstbeurteilung des bio-psycho-sozialen Versorgungsbedarfs zur Verfügung, welches eine breite Einsetzbarkeit in verschiedenen klinischen Settings ermöglicht.
Item Description:Gesehen am 28.10.2019
Physical Description:Online Resource
ISSN:1439-1058
DOI:10.1055/s-0042-104281