„Schmerznerven“ - wie aus Schädigungen von Körpergewebe Schmerzen werden

Menschen und Tiere haben spezielle Warnsysteme, die Signale an das Gehirn senden, um vor Schädigungen der verschiedenen Gewebe des Körpers, wie beispielsweise Haut oder Muskel, zu schützen. Im Gehirn werden - neben der Schmerzempfindung - Reaktionen eingeleitet, die von schnellen Schutzreflexen b...

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Main Authors: Draguhn, Andreas (Author) , Kann, Oliver (Author)
Format: Chapter/Article
Language:German
Published: 2018
In: Schmerz, lass' nach!
Year: 2017, Pages: 21-29
DOI:10.1007/978-3-662-55358-9_5
Online Access:Resolving-System, Volltext: https://doi.org/10.1007/978-3-662-55358-9_5
Resolving-System, Volltext: https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-55358-9_5
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Author Notes:Andreas Draguhn, Oliver Kann
Description
Summary:Menschen und Tiere haben spezielle Warnsysteme, die Signale an das Gehirn senden, um vor Schädigungen der verschiedenen Gewebe des Körpers, wie beispielsweise Haut oder Muskel, zu schützen. Im Gehirn werden - neben der Schmerzempfindung - Reaktionen eingeleitet, die von schnellen Schutzreflexen bis zu komplexen Lernvorgängen reichen. Die "Schmerznerven" (Nozizeptoren) des Menschen reagieren auf verschiedene mechanische, chemische und thermische Reize und leiten elektrische Signale über das Rückenmark zu verschiedenen Regionen des Gehirns. Dieses nozizeptive System weist zudem einige Besonderheiten auf, beispielsweise unterschiedliche Qualitäten der Schmerzempfindung, fehlende Anpassung (Adaptation) bei andauernden Reizen, Entstehung erhöhter Schmerzempfindlichkeit (Sensitivierung) sowie potenzielle plastische Veränderungen an den Nervenzellen, die auch beim chronischen Schmerz eine wichtige Rolle spielen.
Item Description:First online: 15 September 2017
Physical Description:Online Resource
ISBN:9783662553589
DOI:10.1007/978-3-662-55358-9_5