Schmerzmedizin in der psychosomatischen Lehre - Deutschland-Übersicht und Tübinger Modell

Zusammenfassung Fragestellung: Integrative biopsychosoziale Modelle sind bei anhaltenden Schmerzstörungen essentiell. Es sind wenige empirische Untersuchungen vorhanden, inwieweit sich diese im Medizinstudium widerspiegeln und wie Studierende deren Rolle und Wichtigkeit einschätzen. Methode: Quali...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Herrmann-Werner, Anne (VerfasserIn) , Erschens, Rebecca (VerfasserIn) , Schlisio, Barbara (VerfasserIn) , Nikendei, Christoph (VerfasserIn) , Smolka, Robert (VerfasserIn) , Zipfel, Stephan (VerfasserIn) , Rometsch, Caroline (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Englisch
Veröffentlicht: 2018
In: Zeitschrift für psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Year: 2018, Jahrgang: 64, Heft: 2, Pages: 198-210
ISSN:2196-8349
DOI:10.13109/zptm.2018.64.2.198
Online-Zugang:Verlag, Volltext: https://doi.org/10.13109/zptm.2018.64.2.198
Verlag, Volltext: https://www.vr-elibrary.de/doi/10.13109/zptm.2018.64.2.198
Volltext
Verfasserangaben:Anne Herrmann-Werner, Rebecca Erschens, Barbara Schlisio, Christoph Nikendei, Robert Smolka, Stephan Zipfel, Caroline Rometsch-Ogioun El Sount
Beschreibung
Zusammenfassung:Zusammenfassung Fragestellung: Integrative biopsychosoziale Modelle sind bei anhaltenden Schmerzstörungen essentiell. Es sind wenige empirische Untersuchungen vorhanden, inwieweit sich diese im Medizinstudium widerspiegeln und wie Studierende deren Rolle und Wichtigkeit einschätzen. Methode: Qualitative Befragung (Fragebogen) von (1.) deutschen psychosomatischen Abteilungen zur Erfassung schmerzmedizinischer Lehre und (2.) Tübinger Medizinstudierenden zu schmerzrelevanten Themenbereichen. Ergebnisse: Facheigen werden psychosomatische Zusammenhänge bei Schmerzstörungen gut unterrichtet, jedoch vorrangig theoretisch geprüft. In der Vernetzung im Schmerzunterricht bleibt Potential offen. In Tübingen spielten „psychosoziale Faktoren“ und „empathische Arzt-Patient-Beziehung“ in den psychosomatischen Fachterminen eine signifikant häufigere Rolle als in den somatischen. Die Rolle der „systematischen integrativen Schmerzanamnese“, sowie die Einschätzung derWichtigkeit aller drei Themenbereiche unterschieden sich hingegen nicht signifikant. Schlussfolgerungen: Schmerzmedizin ist im psychosomatischen Unterricht deutschlandweit gut abgebildet, könnte jedoch stärker praktisch orientiert geprüft werden. Die Möglichkeit, interdisziplinär im klinischen Studienabschnitt außerhalb des psychosomatischen Kernunterrichts „Schmerz“ zu vermitteln, ist noch unterrepräsentiert und sollte im Zuge kompetenzorientierter Curriculums-Anpassungen vermehrt genutzt werden.
Beschreibung:Gesehen am 19.12.2019
Beschreibung:Online Resource
ISSN:2196-8349
DOI:10.13109/zptm.2018.64.2.198