Kaltplasma zur Behandlung therapierefraktärer Hornhautulzera
<p> <b>Hintergrund</b> Die Integrität der Augenoberfläche und die Transparenz der Hornhaut als „Fenster des Auges“ sind Voraussetzungen für die Erzielung einer sehr guten Sehkraft, einem Körpersinn mit zentraler Bedeutung für Lebensqualität und für soziale oder berufliche Te...
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| Main Authors: | , |
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| Format: | Article (Journal) |
| Language: | German |
| Published: |
2018
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| In: |
Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde
Year: 2018, Volume: 235, Issue: 12, Pages: 1366-1370 |
| ISSN: | 1439-3999 |
| DOI: | 10.1055/a-0792-1301 |
| Online Access: | Verlag, Volltext: https://doi.org/10.1055/a-0792-1301 Verlag: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/a-0792-1301 |
| Author Notes: | Helena Reitberger, Emilio Martines, Andreas Mohr, Catherine Chow, Thomas Fuchsluger |
| Summary: | <p> <b>Hintergrund</b> Die Integrität der Augenoberfläche und die Transparenz der Hornhaut als „Fenster des Auges“ sind Voraussetzungen für die Erzielung einer sehr guten Sehkraft, einem Körpersinn mit zentraler Bedeutung für Lebensqualität und für soziale oder berufliche Teilnahme am gesellschaftlichen Umfeld. Die Homöostase an der Augenoberfläche ist ständig durch Mikroben und durch intrinsische Faktoren mit negativen Auswirkungen auf die Wundheilung bedroht (z. B. metabolische Störungen wie Diabetes mellitus). Zudem stellt die weite Verbreitung von Kontaktlinsen ein beachtliches Risiko für mikrobielle Infektionen durch mangelnde Hygiene dar. In fortgeschrittenen Stadien können Keratitiden mit kornealen Defekten einhergehen und durch assoziierten Stromaverlust zur Perforation der Hornhaut führen. Gegenwärtige Behandlungsansätze beinhalten topische und systemische Anwendungen von Antibiotika oder Antimykotika und bedürfen in schwereren Fällen der stationären Behandlung.</p> <p> <b>Patienten/Material und Methoden</b> Manche Mikroben können therapierefraktär oder -resistent sein und daher eine Verschlechterung des klinischen Befunds verursachen. In der vorgelegten Untersuchung wurden der Effekt von Kaltplasma hinsichtlich der Reduktion der Erregerlast in vitro, im Gewebe ex vivo sowie bei einem therapierefraktären Ulkus untersucht. Kaltplasma ist elektrisch ionisiertes Gas, das grundsätzlich zur Oxidation und Entkeimung von Luft, Oberflächen, OP-Instrumenten oder Geweben eingesetzt wird. In der Natur unter anderem von Blitzen und Polarlichtern vorkommend, sind künstlich hergestellte Plasmen von Neonröhren und dem Schweißen bekannt.</p> <p> <b>Ergebnisse</b> In vitro, ex vivo sowie bei der Behandlung eines therapierefraktären Hornhautgeschwürs konnte die Reduktion der Erregerlast bzw. eine Besserung des klinischen Befunds gezeigt werden.</p> <p> <b>Schlussfolgerung</b> Plasmamedizin und ihre desinfizierenden Eigenschaften können neue Ansätze in der Behandlung mikrobieller Hornhautinfektionen eröffnen. Dies kann zu einer Verkürzung der Behandlungszeit, zu einer schnelleren Erholung des Patienten sowie insgesamt zu einer Senkung der Kosten für Gesundheitssysteme führen.</p> |
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| Item Description: | Weiterer Titel auf Homepage der Zeitschrift: Cold plasma to treat therapy-refractive corneal ulcers Gesehen am 27.01.2020 |
| Physical Description: | Online Resource |
| ISSN: | 1439-3999 |
| DOI: | 10.1055/a-0792-1301 |