Gottes Gerechtigkeit

Der Beitrag thematisiert angesichts evidenter Unrechtsverhältnisse in aller Welt zunächst zahlreiche Vorbehalte gegenüber jeder Rede von Gottes Gerechtigkeit. Er zeigt dann die Schwierigkeiten auf, unter dem Titel "Naturrecht" normative Zusammenhänge zu behaupten zwischen Gottes Gerech...

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Bibliographic Details
Main Author: Welker, Michael (Author)
Format: Article (Journal) Book/Monograph
Language:German
Published: Berlin De Gruyter 2014
Heidelberg Universitätsbibliothek Heidelberg 2014
In:Sonderdruck aus: Gottes Gerechtigkeit (11612-9520 (Online-Ausg.)) 56 (2014), Nr. 4. pp. 409-421
ISSN:11612-9520 (Online-Ausg.)
0028-3517 (Druck-Ausg.)
DOI:10.11588/heidok.00027564
Subjects:
Online Access:Resolving-System, kostenfrei: https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-heidok-275645
Resolving-System, kostenfrei: http://dx.doi.org/10.11588/heidok.00027564
Verlag, kostenfrei, Volltext: http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/27564
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Author Notes:Michael Welker
Description
Summary:Der Beitrag thematisiert angesichts evidenter Unrechtsverhältnisse in aller Welt zunächst zahlreiche Vorbehalte gegenüber jeder Rede von Gottes Gerechtigkeit. Er zeigt dann die Schwierigkeiten auf, unter dem Titel "Naturrecht" normative Zusammenhänge zu behaupten zwischen Gottes Gerechtigkeit, Regularitäten und Ordnungen in Natur und Kosmos und politischen, rechtlichen und moralischen Bemühungen um die Errichtung zwischenmenschlicher Wohlordnung. Die Annahme eines "Naturrechts" muss sich über die intrinsisch räuberische Verfassung von Natur und Leben hinwegsetzen. Nicht die Kräfte natürlichen Lebens, das auf Kosten von anderem Leben leben muss, sondern die gegenläufigen Kräfte der Liebe und der Barmherzigkeit, der freien, schöpferischen Selbstzurücknahme zugunsten anderen Lebens, die uns ebenso umgeben wie die Kräfte der Natur, verweisen auf Gottes Gerechtigkeit, die durch Gottes Wort und Gottes Geist den Menschen zuteil wird.
The article first deals with a broad skepticism over against any talk about God’s justice and righteousness in the face of evident injustice and cruelty across the globe. It then investigates the difficulties »natural law« has to affirm normative interconnections between God’s justice and righteousness, regularities in nature and cosmos, and political, legal and moral endeavors to establish good order among humans. All talk about natural law has to ignore the fact that natural life has to live at the expense of other life and takes on the form of robbery. It is not the dynamics of self-sustaining nature, but rather the equally ubiquitous dynamics of free and creative self-withdrawal in favor of others – dynamics evident in love, mercy and many forms of care far beyond the areas of family life – which direct our attention towards God’s justice and righteousness. In God’s Word and God’s Spirit, these powers are given to humankind.
Item Description:Elektronische Reproduktion der Druckausgabe
Gesehen am 11.02.2020
Physical Description:Online Resource
ISSN:11612-9520 (Online-Ausg.)
0028-3517 (Druck-Ausg.)
DOI:10.11588/heidok.00027564