Vorausschauende Behandlungsplanung und Therapiebegrenzung: Überlegungen aus medizinethischer und psychoonkologischer Sicht = Advance care planning and decisions to limit treatment at the end of life : the view from medical ethics and psychooncology

Entscheidungen zur Therapiebegrenzung sind wichtig, um eine Übertherapie am Lebensende zu verhindern. Sie gehen heute mehr als der Hälfte der erwarteten Todesfälle voraus, werden aber vorher nicht immer mit den Patienten besprochen.</p> <p>Grund hierfür ist, dass selten Gespräche st...

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Main Authors: Winkler, Eva C. (Author) , Heußner, Pia (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
English
Published: 16 March 2016
In: Deutsche medizinische Wochenschrift
Year: 2016, Volume: 141, Issue: 06, Pages: 394-399
ISSN:1439-4413
DOI:10.1055/s-0041-110421
Online Access:Verlag, Volltext: https://doi.org/10.1055/s-0041-110421
Verlag, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0041-110421
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Author Notes:Eva C. Winkler, Pia Heußner
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Summary:Entscheidungen zur Therapiebegrenzung sind wichtig, um eine Übertherapie am Lebensende zu verhindern. Sie gehen heute mehr als der Hälfte der erwarteten Todesfälle voraus, werden aber vorher nicht immer mit den Patienten besprochen.</p> <p>Grund hierfür ist, dass selten Gespräche stattfinden, die Entscheidungen am Lebensende vorbereiten und dabei Patientenpräferenzen für die letzte Lebensphase in Erfahrung bringen. Dabei gibt es mittlerweile eine belastbare Evidenz dafür, dass solche Gespräche die Lebensqualität der Patienten verbessern, Angst und Depression reduzieren und dem Patienten eine realistischere Einschätzung seiner Erkrankungssituation ermöglichen, was wiederum Voraussetzung für gemeinsame Entscheidung zur Therapiebegrenzung ist.</p> <p>In diesem Artikel wird der Begriff „Therapiebegrenzung“ definiert und seine Rechtfertigung aus medizinethischer Sicht begründet. Vor allem aber werden die Ursachen benannt, die derzeit in der medizinischen Versorgung Hinderungsgründe dafür sind, dass eine vorausschauende Behandlungsplanung und Gespräche zur Therapiebegrenzung selten erfolgen. Abschließend werden Lösungsansätze zur Verbesserung der Situation mit ganz praktischen Vorschlägen vorgestellt.
Item Description:Gesehen am 28.02.2020
Physical Description:Online Resource
ISSN:1439-4413
DOI:10.1055/s-0041-110421