Entwicklung der auditiven Merkspanne bei Kindern mit auffälligem Zahlenfolgegedächtnis = Development of auditory memory span in children with shortened number sequence memory

<p> <b>Hintergrund</b> Die Trainierbarkeit der auditiven Merkspanne ist umstritten. Trotzdem wird die eingeschränkte auditive Merkspanne oft über lange Zeit logopädisch oder lerntherapeutisch beübt.</p> <p> <b>Methodik</b> In einer explorativen, retrospe...

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Main Authors: Nürk, Monika (Author) , Hornberger, Cornelia (Author) , Plinkert, Peter K. (Author) , Brunner, Monika (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: [2018]
In: Sprache, Stimme, Gehör
Year: 2018, Volume: 42, Issue: 01, Pages: 40-45
ISSN:1439-1260
DOI:10.1055/s-0043-109139
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/s-0043-109139
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0043-109139
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Author Notes:Monika Nürk, Cornelia Hornberger, Peter K. Plinkert, Monika Brunner
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Summary:<p> <b>Hintergrund</b> Die Trainierbarkeit der auditiven Merkspanne ist umstritten. Trotzdem wird die eingeschränkte auditive Merkspanne oft über lange Zeit logopädisch oder lerntherapeutisch beübt.</p> <p> <b>Methodik</b> In einer explorativen, retrospektiven Untersuchung wurde die Entwicklung der auffälligen auditiven Merkspanne (PR ≤ 16) von 96, mehrfach diagnostizierten Kindern mit auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS), Sprachentwicklungsauffälligkeiten (Sprachentwicklungsstörungen und phonologische Störungen) oder Lese-Rechtschreibstörungen (LRS) unter Therapie mittels eines gemischt linearen Regressionsmodells untersucht und der Einfluss vorliegender Sprachentwicklungsauffälligkeiten, des IQs und des Geschlechts auf den Verlauf ermittelt. Der durchschnittliche Beobachtungszeitraum betrug 35,7 Monate. </p> <p> <b>Ergebnisse</b> Bei sehr niedrigen Startprozenträngen zeigte sich eine Verbesserung, Normwerte wurden jedoch nicht erreicht. Über die Zeit zeigte sich keine signifikante Verbesserung der auditiven Merkspanne (p = 0,42) in der Gesamtgruppe, 73 % der Kinder blieben auffällig, nur 27 % erreichten ein klinisch unauffälliges Ergebnis. Kinder ohne Sprachentwicklungsauffälligkeiten (p = 0,004) und Kinder mit höherem IQ (p = 0,002) hatten bessere Therapiechancen. Das Geschlecht zeigte keine Auswirkung auf den Therapieerfolg (p = 0,1).</p> <p> <b>Diskussion</b> Gebräuchliche Therapiekonzepte sollten infrage gestellt werden. Sprachentwicklungsauffälligkeiten und der IQ könnten als prognostische Marker für ein Therapieansprechen dienen. </p>
Item Description:Gesehen am 25.03.2020
Physical Description:Online Resource
ISSN:1439-1260
DOI:10.1055/s-0043-109139