Die frühmittelalterliche Siedlung Moresdal im südlichen Odenwald

Die frühmittelalterliche Siedlung Moresdal wurde im Jahre 831 dem karolingischen Kloster Lorsch übereignet. Die Schenkungsurkunde ist im Lorscher Codex überliefert. Der in diesem Codex ebenfalls erwähnte Ort Morstelle ist vermutlich nicht identisch mit Moresdal. Moresdal lag sehr isoliert in ein...

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Bibliographic Details
Main Authors: Wielen, Roland (Author) , Wielen, Ute (Author)
Format: Book/Monograph
Language:German
Published: Heidelberg Universitätsbibliothek Mai 2020
Heidelberg Universitätsbibliothek Heidelberg Mai 2020
DOI:10.11588/heidok.00028296
Subjects:
Online Access:Resolving-System, kostenfrei: https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-heidok-282960
Resolving-System, kostenfrei: http://dx.doi.org/10.11588/heidok.00028296
Verlag, kostenfrei, Volltext: http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/28296
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Author Notes:Roland Wielen und Ute Wielen
Description
Summary:Die frühmittelalterliche Siedlung Moresdal wurde im Jahre 831 dem karolingischen Kloster Lorsch übereignet. Die Schenkungsurkunde ist im Lorscher Codex überliefert. Der in diesem Codex ebenfalls erwähnte Ort Morstelle ist vermutlich nicht identisch mit Moresdal. Moresdal lag sehr isoliert in einem damals unwegsamen Teil des Odenwalds. Seine Entstehung in der Nähe des Flusses Itter und des Moresbergs ist sehr wahrscheinlich eng mit der Albwines-Sneida, einem militärisch wichtigen Weg durch den Odenwald, verbunden. Moresdal war wohl eine notwendige Betreuungsstation für diese Schneise. Wir begründen ausführlich unsere Hypothese, daß Moresdal am Ausgang des Haintals in das Ittertal lag. Dabei stützen wir uns auch auf die überlieferte Grenzziehung der Zent Mudau in diesem Gebiet. Wir beschreiben die geschichtliche Entwicklung des Gebietes um Moresdal vom frühen Mittelalter bis in die Neuzeit. Die Reste von Moresdal wurden im Hochmittelalter vermutlich ein Außenposten des vom Kloster Amorbach aus neu gegründeten Rodungsdorfes Kailbach. Die Stelle, an der nach unserer Meinung Moresdal lag, ist noch heute bewohnt.
Physical Description:Online Resource
DOI:10.11588/heidok.00028296