Das Heidelberger Frühbehandlungszentrum für junge Menschen in Krisen: ein Modell zur kooperativen Versorgung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Die Adoleszenz bezeichnet die Lebensphase im Übergang zwischen Kindheit und Erwachsenenalter. Sie geht mit erheblichen biologischen und psychosozialen Veränderungen einher und birgt ein erhöhtes Risiko für das Erstauftreten psychischer Erkrankungen. Da eine psychische Störung während der Adole...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Kaess, Michael (VerfasserIn) , Koch, Eginhard (VerfasserIn) , Thomann, Philipp (VerfasserIn) , Herpertz, Sabine (VerfasserIn) , Resch, Franz (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Juni 24, 2015
In: Zeitschrift für Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie
Year: 2015, Jahrgang: 63, Heft: 3, Pages: 175-180
ISSN:1664-2929
DOI:10.1024/1661-4747/a000237
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1024/1661-4747/a000237
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://econtent.hogrefe.com/doi/10.1024/1661-4747/a000237
Volltext
Verfasserangaben:Michael Kaess, Eginhard Koch, Philipp A. Thomann, Sabine C. Herpertz und Franz Resch
Beschreibung
Zusammenfassung:Die Adoleszenz bezeichnet die Lebensphase im Übergang zwischen Kindheit und Erwachsenenalter. Sie geht mit erheblichen biologischen und psychosozialen Veränderungen einher und birgt ein erhöhtes Risiko für das Erstauftreten psychischer Erkrankungen. Da eine psychische Störung während der Adoleszenz oftmals zu einer Beeinträchtigung wesentlicher Entwicklungsschritte führt, sind negative Auswirkungen auf den weiteren Lebens- und Krankheitsverlauf sehr häufig. Früherkennung und Frühbehandlung sind daher erklärte gesundheitspolitische Ziele, die jedoch in der Versorgungsrealität nicht immer verwirklicht werden. Ein großes Problem der sogenannten Adoleszentenpsychiatrie ist der Kontinuitätsabbruch der Helfersysteme bei Erreichen der Volljährigkeit. Das Heidelberger Frühbehandlungszentrum stellt seit mehr als 10 Jahren eine Einheit zur interdisziplinären Versorgung von Jugendlichen und Erwachsenen mit psychischen Störungen dar. Die Kliniken für Allgemeine Psychiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Heidelberg versorgen hier gemeinsam junge Menschen in seelischen Krisen. Besondere Kennzeichen des Frühbehandlungszentrums sind: Flexibles Behandlungssetting (stationär, tagesklinisch, ambulant, aufsuchend) mit Behandlerkontinuität; funktionsorientierter Behandlungsansatz mit Fokus auf adoleszenten-typischen Problemen; Kurzzeitbehandlung, psychosoziale Unterstützung mit Weichenstellung und Perspektivklärung. Das Heidelberger Frühbehandlungszentrum stellt ein Beispiel integrativer und interdisziplinärer adoleszentenpsychiatrischer Versorgung dar.
Beschreibung:Gesehen am 17.06.2020
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1664-2929
DOI:10.1024/1661-4747/a000237