Behandlung des rezidivierten oder refraktären Multiplen Myeloms = State of the art treatment of progressive or refractory multiple myeloma

Das Multiple Myelom (MM) ist mit einer Inzidenz von 4-6/100000 Einwohnern die zweithäufigste maligne Erkrankung der B-Zellen. Die Inzidenz nimmt mit dem Alter zu. Dieser Übersichtsartikel wurde verfasst, um dem Leser die vielfachen Neuerungen bei der Therapie des rezidivierten/refraktären Myeloms...

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Main Authors: Schmidt-Wolf, Ingo G.H. (Author) , Straka, C. (Author) , Scheid, C. (Author) , Einsele, H. (Author) , Goldschmidt, Hartmut (Author) , Engelhardt, M. (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 30. September 2014
In: Deutsche medizinische Wochenschrift
Year: 2014, Volume: 139, Issue: 41, Pages: 2091-2095
ISSN:1439-4413
DOI:10.1055/s-0034-1387268
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/s-0034-1387268
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0034-1387268
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Author Notes:I.G.H. Schmidt-Wolf, C. Straka, C. Scheid, H. Einsele, H. Goldschmidt, M. Engelhardt
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Summary:Das Multiple Myelom (MM) ist mit einer Inzidenz von 4-6/100000 Einwohnern die zweithäufigste maligne Erkrankung der B-Zellen. Die Inzidenz nimmt mit dem Alter zu. Dieser Übersichtsartikel wurde verfasst, um dem Leser die vielfachen Neuerungen bei der Therapie des rezidivierten/refraktären Myeloms zu vermitteln. Der Therapiestandard beim progredienten oder refraktären MM (RRMM) wurde vom Arbeitskreis „Refraktäres Multiples Myelom“ unter Einbezug einer Literaturrecherche mit den Suchworten „refractory multiple myeloma“ und „multiple myeloma relapse“ anhand von Studien erarbeitet, die zwischen 2003 und 2013 erschienen sind. Welche Rezidiv-, Hochdosis- oder Kombinationstherapien besonders wirksam und gleichzeitig wenig toxisch sind, wird derzeit intensiv in klinischen Studien untersucht. Daher wird - wenn möglich - der Einschluss von Patienten in Therapiestudien empfohlen. Außerhalb von Therapiestudien mit z. B. immunmodulatorischen Substanzen der 3. Generation (IMIDs; z. B. Pomalidomid), neuen Proteasominhibitoren, wie Carfilzomib, Ixazomib und Oprozomib, Antikörpern, wie Elotuzumab, Daratumumab oder SAR650984, Siltuximab, Tabalumab, Denosumab, Romosozumab, BTK-, HSP-Inhibitoren und anderen innovativen Phase-I/II-Substanzen, wird bei „fitten“ Patienten ohne wesentliche Komorbidität und einer Plateauphase von mindestens 12-24 Monaten nach initialer Hochdosistherapie, auch eine erneute Hochdosistherapie empfohlen. Fazit: Die Therapieoptionen beim MM haben sich in den letzten Jahren entscheidend geändert. Die Kenntnisse über Pathogenese und Resistenzmechanismen haben zugenommen. Eine größere Therapievielfalt, d. h. mehr wirksame Substanzen und Kombinationen sind verfügbar. Auch im Rezidiv leben die Patienten mit der Erkrankung heute oft länger und komplikationsärmer.
Item Description:Gesehen am 21.07.2020
Physical Description:Online Resource
ISSN:1439-4413
DOI:10.1055/s-0034-1387268