Prädiktoren des Lernerfolges eines erfahrungsbasierten Trainingsseminars zu psychodynamischen Interventionen

Hintergrund: Psychodynamische Psychotherapien spielen eine wichtige Rolle im deutschen Gesundheitssystem. Der Nachweis ihrer Lehrbarkeit bekommt vor dem Hintergrund des neuen Psychotherapiestudiums eine neue Bedeutung. Dies bezieht sich insbesondere auf erfahrungsbasierte di­daktische Modelle und au...

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Main Authors: Ehrenthal, Johannes C. (Author) , Nikendei, Christoph (Author) , Huber, Julia (Author) , Schultz, Jobst-Hendrik (Author) , Friederich, Hans-Christoph (Author) , Dinger, Ulrike (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: June 1, 2020
In: Verhaltenstherapie
Year: 2020, Volume: 30, Issue: 2, Pages: 128-136
ISSN:1423-0402
DOI:10.1159/000507741
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1159/000507741
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://www.karger.com/Article/FullText/507741
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Author Notes:Johannes C. Ehrenthal, Christoph Nikendei, Julia Huber, Jobst-Hendrik Schultz, Hans-Christoph Friederich, Ulrike Dinger
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Summary:Hintergrund: Psychodynamische Psychotherapien spielen eine wichtige Rolle im deutschen Gesundheitssystem. Der Nachweis ihrer Lehrbarkeit bekommt vor dem Hintergrund des neuen Psychotherapiestudiums eine neue Bedeutung. Dies bezieht sich insbesondere auf erfahrungsbasierte di­daktische Modelle und auf das spezifische Üben von Interventionen. Hier ist bisher unklar, welche Aspekte kompetenz­orientierter psychodynamischer Lehre mit dem subjektiven Lernerfolg zusammenhängen. Methode: In einer Stichprobe mit 47 Kandidatinnen und Kandidaten eines Ausbildungsinstitutes wurden psychodynamische Interventionen mit ­Videofeedback, Peer-Rollenspielen und Simulationspatientinnen und -patienten unterrichtet. Der subjektive Kompetenzgewinn von Prä zu Post wurde in Bezug auf die Interventionen Klarifizieren, Konfrontieren und Deuten mithilfe von t-Tests abgebildet. Zudem wurden in einer multiplen linearen Regression verschiedene Prädiktoren für den subjektiven Lernerfolg getestet. Ergebnisse: Die subjektive Kompetenz nahm für die Interventionen Klarifizieren und Konfrontieren mit großen Effekten, für Deuten mit einem kleinen bis ­mittleren Effekt zu. Der Lernerfolg war korreliert mit einem antizipierten Transfer in den therapeutischen Alltag, einem positiven Erleben der Arbeit mit den Simulationspatientinnen und -patienten sowie mit hilfreich erlebtem Feedback durch die Dozentinnen und Dozenten. Schlussfolgerungen: Psychodynamische Interventionen sind mit erfahrungsbasierten und kompetenzorientierten Unterrichtsformaten lehrbar. Dabei ist wichtig, dass praxisorientierte Formate eine Lernumgebung schaffen, in der die Arbeit mit Simulationspatientinnen und -patienten und das Feedback als konstruktiv und hilfreich erlebt werden. Zukünftige Untersu­chungen sollten den Transfer in den Alltag sowie longitudinale Curricula in den Fokus nehmen.
Item Description:Gesehen am 27.07.2020
Physical Description:Online Resource
ISSN:1423-0402
DOI:10.1159/000507741