Standardisierung der Initialbehandlung von Schwerbrandverletzten: die notwendige Übertragung von Konzepten aus der Schwerverletztenversorgung = Standardisation of the Initial Treatment of Severely Burned Patients : the Necessary Transfer of Concepts from Trauma Care

<p>Die Initialtherapie schwerbrandverletzter Patienten bedeutet sowohl für die Erstbehandler im Rettungsdienst als auch für die erstbehandelnden Ärzte außerhalb von Schwerbrandverletztenzentren weiterhin eine immense Herausforderung. Die Ursachen hierfür sind die geringen Fallzahlen in den...

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Main Authors: Münzberg, Matthias (Author) , Kneser, Ulrich (Author) , Grützner, Paul Alfred (Author) , Kremer, Thomas (Author) , Wölfl, Christoph Georg (Author) , Hirche, Christoph (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 2016
In: Zentralblatt für Chirurgie
Year: 2016, Volume: 141, Issue: 06, Pages: 654-659
ISSN:1438-9592
DOI:10.1055/s-0041-107433
Online Access:Verlag, Volltext: https://doi.org/10.1055/s-0041-107433
Verlag, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0041-107433
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Author Notes:M. Münzberg, T. Harbers, U. Kneser, P. A. Grützner, B. Reichert, T. Kremer, C. G. Wölfl, J. Horter, C. Hirche
Description
Summary:<p>Die Initialtherapie schwerbrandverletzter Patienten bedeutet sowohl für die Erstbehandler im Rettungsdienst als auch für die erstbehandelnden Ärzte außerhalb von Schwerbrandverletztenzentren weiterhin eine immense Herausforderung. Die Ursachen hierfür sind die geringen Fallzahlen in den Industrieländern sowie ein fehlendes Ausbildungskonzept für die spezifischen Aspekte der Initialtherapie Schwerbrandverletzter. Aufgrund von Leitlinien mit begrenzter Evidenz (S1, S2k) und fehlender strukturierter Behandlungsansätze werden weiterhin Unsicherheiten bez. der Initialtherapie sichtbar. Auch innerhalb der Fachgesellschaften sowie im internationalen Vergleich verbleiben kontroverse Aspekte. Dem gegenüber steht eine optimierte und standardisierte Vorgehensweise für die Schwerverletztenversorgung, angelehnt an PHTLS® (Pre Hospital Trauma Life Support) für die präklinische und ATLS® (Advanced Trauma Life Support) für die innerklinische Erstversorgung. Dieser Artikel soll eine Bestandsaufnahme der derzeitigen Versorgungsstruktur und der diesbezüglichen Evidenz zur Initialtherapie von Schwerbrandverletzten aufzeigen und die mögliche Übertragung und Weiterentwicklung von Konzepten für die Erstversorgung durch alle beteiligten Disziplinen herleiten. Neun essenzielle Schritte in der Erstversorgung werden aufgezeigt und bewertet. Die Notwendigkeit der Einführung eines einheitlichen Behandlungsalgorithmus wird verdeutlicht. Der vorgestellte Behandlungsalgorithmus adressiert alle Ersthelfer, die in den ersten 24 Stunden außerhalb von Schwerbrandverletztenzentren mit der Initialtherapie konfrontiert sind. Er bietet als wesentlichen neuen Aspekt eine Übertragung und Anpassung von Konzepten aus der Schwerverletztenversorgung zur Standardisierung der Schwerbrandverletztenversorgung.</p>
Item Description:Publikationsdatum: 17. Dezember 2015 (online)
Gesehen am 07.08.2020
Physical Description:Online Resource
ISSN:1438-9592
DOI:10.1055/s-0041-107433