Erhaltungselektrokrampftherapie bei depressiven Störungen = Treating depressive disorders with continuation electroconvulsive therapy

Die Elektrokrampftherapie (EKT) als Therapieoption erlebt derzeit eine Renaissance, zum Teil hat sie den Status einer Therapie der Wahl erreicht, wie z. B. bei wahnhaften Depressionen und anderen depressiven Erkrankungen mit schwerer Symptomatik. Nach einem Therapieerfolg durch EKT wird jedoch gewö...

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Main Authors: Sartorius, Alexander (Author) , Henn, Fritz A. (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 13. Juli 2005
In: Der Nervenarzt
Year: 2005, Volume: 76, Issue: 11, Pages: 1363-1369
ISSN:1433-0407
DOI:10.1007/s00115-005-1919-4
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00115-005-1919-4
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Author Notes:A. Sartorius, F.A. Henn
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Summary:Die Elektrokrampftherapie (EKT) als Therapieoption erlebt derzeit eine Renaissance, zum Teil hat sie den Status einer Therapie der Wahl erreicht, wie z. B. bei wahnhaften Depressionen und anderen depressiven Erkrankungen mit schwerer Symptomatik. Nach einem Therapieerfolg durch EKT wird jedoch gewöhnlich eine medikamentöse Erhaltungstherapie begonnen. Die Durchführung einer Erhaltungs-EKT und anschließender prophylaktischer EKT wird in allgemeinen Richtlinien bisher nicht oder nur am Rande erwähnt. In diesem Artikel sollen Richtlinien für die Erhaltungs-EKT aufgezeigt werden, die sich aus den gegenwärtigen Therapieempfehlungen und der aktuellen Studienlage ergeben. Insbesondere zur Indikation, zur Durchführung, zu Komedikation und Komorbidität sowie zu Nebenwirkungen und Kosten wird Stellung genommen. Zusammenfassend wird festgestellt, dass in Deutschland die Indikation zur Erhaltungs-EKT aufgrund verschiedener vermeintlicher Probleme, Stigmatisierungen und Ängste viel zu selten gestellt wird. Dementsprechend wird eine weitere Verbreitung der Erhaltungs-EKT empfohlen.
Item Description:Gesehen am 09.11.2020
Physical Description:Online Resource
ISSN:1433-0407
DOI:10.1007/s00115-005-1919-4