Führerprinzip und Gemeinschaftsbeschwörungen: Das Arbeitsordnungsgesetz (1934) als Neuausrichtung des Arbeitsrechts in Abkehr von den Prinzipien des Bürgerlichen Rechts

Nationalsozialistisches Recht richtet sich gegen individuelle Freiheit. Davon zeugen in aller Deutlichkeit die ab 1939 entstandenen Entwürfe zu einem Volksgesetzbuch, aber auch bereits das kurz nach der Machtübernahme verabschiedete und ungleich weniger beachtete Arbeitsordnungsgesetz (1934) steht...

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Main Author: Lauer, Christoph (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 2020-12-30
In: Studentische Zeitschrift für Rechtswissenschaft Heidelberg
Year: 2020, Issue: 2, Pages: 343-364
ISSN:2629-7132
DOI:10.11588/srzwo.2020.2.77816
Online Access:Verlag, kostenfrei, Volltext: https://dx.doi.org/10.11588/srzwo.2020.2.77816
Verlag, kostenfrei, Volltext: https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/studzrwo/article/view/77816
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Author Notes:Christoph Lauer
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Summary:Nationalsozialistisches Recht richtet sich gegen individuelle Freiheit. Davon zeugen in aller Deutlichkeit die ab 1939 entstandenen Entwürfe zu einem Volksgesetzbuch, aber auch bereits das kurz nach der Machtübernahme verabschiedete und ungleich weniger beachtete Arbeitsordnungsgesetz (1934) steht in diesem Zeichen. Thema des folgenden Beitrags ist, inwiefern man sich mit diesem Gesetz im Bereich des kollektiven wie auch des individuellen Arbeitsrechts von den bis dato prägenden Prinzipien des Bürgerlichen Rechts abwandte. Nachzuzeichnen ist, wie staatliche Regelung an die Stelle eigenverantwortlicher Gestaltung trat und das einzelne Arbeitsverhältnis dogmatisch ins Spannungsfeld von BGB-Recht und neuer Gemeinschaftsideologie geriet.
Item Description:Gesehen am 21.01.2021
Physical Description:Online Resource
ISSN:2629-7132
DOI:10.11588/srzwo.2020.2.77816