Schlachtfelder als touristische Destinationen: zum Konzept des Thanatourismus aus kulturwissenschaftlicher Sicht

Zusammenfassung Im Jahr 1921 geißelte der österreichische Publizist Karl Kraus den Tourismus zu den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs als „Reklamefahrten zur Hölle“. Einhundert Jahre später sind die Originalschauplätze der Schlachten des Ersten Weltkriegs immer noch beliebte touristische Ort...

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Main Author: Samida, Stefanie (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 20. November 2018
In: Zeitschrift für Tourismuswissenschaft
Year: 2018, Volume: 10, Issue: 2, Pages: 267-290
ISSN:2366-0406
DOI:10.1515/tw-2018-0016
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1515/tw-2018-0016
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/tw-2018-0016/html
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Author Notes:Stefanie Samida
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Summary:Zusammenfassung Im Jahr 1921 geißelte der österreichische Publizist Karl Kraus den Tourismus zu den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs als „Reklamefahrten zur Hölle“. Einhundert Jahre später sind die Originalschauplätze der Schlachten des Ersten Weltkriegs immer noch beliebte touristische Orte, an denen an die vielen tausend Toten dieses verheerenden Kriegs erinnert wird. Seit Mitte der 1990er Jahre haben der Begriff des Thanatourismus und die Beschäftigung mit diesem Phänomen eine rasante Entwicklung erfahren. Dies gilt allerdings - bis auf wenige Ausnahmen - nur für die anglophone Tourismusforschung. Am Beispiel des Schlachtfeldtourismus soll dieses im deutschsprachigen Raum noch recht junge und wenig beachtete Konzept kritisch diskutiert und sein Erkenntnispotential für die kulturwissenschaftliche Tourismusforschung ausgelotet werden.
Item Description:Gesehen am 03.02.2021
Physical Description:Online Resource
ISSN:2366-0406
DOI:10.1515/tw-2018-0016