Familiäre Körperkonzepte und Krankheitsattributionen bei primären Kopfschmerzen im Kindes- und Jugendalter

In den letzten Jahren haben sich die empirischen Hinweise für die maßgebliche Rolle der Familie bei primären Kopfschmerzen im Kindes- und Jugendalter gemehrt. Teilweise unklar sind allerdings noch die konkreten Zusammenhänge zwischen Krankheitsgeschehen und Familieninteraktion. Aus konstr...

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Main Authors: Ochs, Matthias (Author) , Seemann, Hanne (Author) , Franck, Gideon (Author) , Verres, Rolf (Author) , Schweitzer, Jochen (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: [2002]
In: Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie
Year: 2002, Volume: 51, Issue: e, Pages: 209-223
ISSN:2196-8225
Online Access:Aggregator, lizenzpflichtig, Volltext: http://psydok.psycharchives.de/jspui/handle/20.500.11780/2611
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Author Notes:Matthias Ochs, Hanne Seemann, Gideon Franck, Rolf Verres und Jochen Schweitzer
Description
Summary:In den letzten Jahren haben sich die empirischen Hinweise für die maßgebliche Rolle der Familie bei primären Kopfschmerzen im Kindes- und Jugendalter gemehrt. Teilweise unklar sind allerdings noch die konkreten Zusammenhänge zwischen Krankheitsgeschehen und Familieninteraktion. Aus konstruktivistischer Perspektive erscheint hierbei eine Fokussierung auf soziokognitive Faktoren sinnvoll. In dieser Studie wird anhand explorativer Ergebnisse auf der Basis von Fragebögen an n=39 Familien mit einem Kind bzw. Jugendlichen mit Spannungskopfschmerzen und/oder Migräne geprüft, ob familiäre Körperkonzepte und Kopfschmerzattributionen hierbei von Bedeutung sein können. In Relation zu einer Vergleichsstichprobe geben Indexpatienten sowie Väter und Mütter der Kopfschmerz-Stichprobe ein geringeres Ausmaß an positiver Bewertung des eigenen Körpers und innerer Körperaufmerksamkeit an. Außerdem neigen Indexpatienten und deren Väter und Mütter zu ähnlichen Attributionspräferenzen im Bezug auf die Kopfschmerzen. Diese Ergebnisse werden am Beispiel von Kasuistiken illustriert und als Hinweis dafür diskutiert, daß die Exploration familiärer Körperkonzepte und Attributionspräferenzen in der Behandlung pädiatrischer Kopfschmerzen hilfreich sein kann.
Item Description:Gesehen am 17.02.2021
Physical Description:Online Resource
ISSN:2196-8225