Objektivierung von Erholungsvorgängen nach einem Hörsturz
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| Main Author: | |
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| Format: | Article (Journal) |
| Language: | German |
| Published: |
2000
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| In: |
Zeitschrift für Audiologie / Supplementum
Year: 2000, Volume: 3, Pages: 62-66 |
| ISSN: | 1437-8914 |
| Online Access: |
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| Author Notes: | Sebastian Hoth |
| Item Description: | An 51 Patienten, die sich nach einem Hörsturz zur stationären durchblutungsfördernden Infusionstherapie (Dusodril + HAES) in der Heidelberger Univ.-HNO-Klinik aufhielten, wurden 988 EOAE-Messungen durchgeführt. Als Einschlußkriterium galt die Diagnose eines ein- oder beidseitigen idiopathischen Hörsturzes nach Ausschluß anderer Ursachen (familiäre Disposition, Medikamenten- oder Lärmeinwirkung). Ausschlußkriterien waren Schalleitungsschwerhörigkeiten, retro-cochleäre Hörstörungen und begründeter Verdacht auf Aggravation oder Simulation. Es wurden 408 Meßreihen ausgewertet, zu denen für beide Ohren mindestens 3 EOAE-Messungen (Click-evozierte TEOAE sowie DPOAE bei den 4 Ok-tavfrequenzen 0.5 bis ) und mindestens 3 Tonaudiogramme vorlagen. Bei 27% der untersuchten Ohren besserte sich das tonaudiometrisch ermittelte Hörvermö-gen während der Therapie (in nahezu allen Fällen war diese Besserung auf dem vom Hör-sturz be-troffenen Ohr feststellbar), 74% dieser Ohren wiesen zugleich ein deutliches Erholungsverhalten in den OAE auf. Das Erholungsverhalten zeigte sich nicht immer bei allen Frequenzen, und es betraf bei der subjektiven Hörschwelle und den EOAE nicht in allen Fällen denselben Fre-quenzbereich. Die statistische Auswertung belegt zweifelsfrei die Gültigkeit der folgenden Regel: „Wenn der Hörverlust eines Ohres sich innerhalb des Beobachtungszeitraums um mindestens ändert, so ist im statistischen Mittel eine signifikante gegensinnige Änderung der Emissionsamplitude feststellbar“. Diese Korrelation ist am deutlichsten bei den TEOAE – die somit die beste Eignung für ein Monitoring der Innenohrfunktion aufweisen –, sie ist weniger ausgeprägt bei den DPOAE und sie liegt nur knapp oberhalb der Signifikanzgrenze für die bei gemessenen DPOAE |
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| ISSN: | 1437-8914 |