Dystonie nach peripherem Trauma: klinisches Spektrum und diagnostische Kriterien = Dystonia following peripheral trauma : clinical findings and diagnostic criteria

Eine posttraumatische Dystonie kann sich nicht nur nach Hirnverletzungen, sondern in seltenen Fällen auch nach peripheren Traumen entwickeln. Die Pathogenese ist nicht bekannt. Präsdisponierende Faktoren sind vor allem Sympathische Reflexdystrophie, vorbestehende extrapyramidale Bewegungsstörunge...

Full description

Saved in:
Bibliographic Details
Main Authors: Schwarz, Stefan (Author) , Henningsen, Peter (Author) , Meinck, Hans-Michael (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
English
Published: March 2000
In: Der Unfallchirurg
Year: 2000, Volume: 103, Issue: 3, Pages: 220-226
ISSN:1433-044X
DOI:10.1007/s001130050526
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s001130050526
Get full text
Author Notes:S. Schwarz, P. Henningsen, H.-M. Meinck
Description
Summary:Eine posttraumatische Dystonie kann sich nicht nur nach Hirnverletzungen, sondern in seltenen Fällen auch nach peripheren Traumen entwickeln. Die Pathogenese ist nicht bekannt. Präsdisponierende Faktoren sind vor allem Sympathische Reflexdystrophie, vorbestehende extrapyramidale Bewegungsstörungen oder positive Familienanamnese. Diagnostisch müssen zunächst andere Ursachen einer Dystonie ausgeschlossen werden. Da der kausale Zusammenhang zwischen Trauma und nachfolgender Bewegungsstörung bisher nicht beweisbar ist, ist die Abgrenzung von einer psychogenen Störung oft schwierig. Diese Unterscheidung ist aber für die Einleitung einer adäquaten Therapie und Beantwortung gutachterlicher Fragestellungen von grosser Bedeutung. Eine ausführliche neurologische und psychosomatisch/psychiatrische Untersuchung ist obligat. Die EMG-Polymyographie kann wertvolle Hinweise geben; die Diagnose muß aber, da objektive Kriterien bislang nicht etabliert sind, anhand klinischer Kriterien gestellt werden.
Item Description:Gesehen am 04.03.2021
Physical Description:Online Resource
ISSN:1433-044X
DOI:10.1007/s001130050526