Myxödemkoma als seltene Differenzialdiagnose einer schweren Bewusstseinsstörung

Das Myxödemkoma stellt eine seltene, lebensbedrohliche Komplikation der Hypothyreose dar und sollte in differenzialdiagnostische Überlegungen bei Komapatienten eingehen. Im vorliegenden Fall wurde ein 66-jähriger Patient mit CO2Narkose,Hypothermie,Bradykardie,Hyporeflexie,Tetraparese, Aszites,Ple...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Kollmar, Rainer (VerfasserIn) , Schellinger, Peter (VerfasserIn) , Bardutzky, Jürgen (VerfasserIn) , Meisel, Fabian (VerfasserIn) , Schwaninger, Markus (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: December 2002
In: Der Nervenarzt
Year: 2002, Jahrgang: 73, Heft: 12, Pages: 1183-1185
ISSN:1433-0407
DOI:10.1007/s00115-002-1393-1
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00115-002-1393-1
Volltext
Verfasserangaben:R. Kollmar, PD. Schellinger, J. Bardutzky, F. Meisel, M. Schwaninger
Beschreibung
Zusammenfassung:Das Myxödemkoma stellt eine seltene, lebensbedrohliche Komplikation der Hypothyreose dar und sollte in differenzialdiagnostische Überlegungen bei Komapatienten eingehen. Im vorliegenden Fall wurde ein 66-jähriger Patient mit CO2Narkose,Hypothermie,Bradykardie,Hyporeflexie,Tetraparese, Aszites,Pleuraergüssen und Herzinsuffizienz vorgestellt.Nach Normalbefunden im Liquor, kranialem CT,MRT und MR-Angiographie wurde eine Behandlung mit Verdacht auf ein Myxödemkoma durchgeführt. Diese bestand in einer Hochdosistherapie mit L-Thyroxin und Hydrokortison.Letzteres sollte eine sekundäre Nebennierenrindeninsuffizienz verhindern. Die Diagnose wurde bestätigt durch: rasche klinische Erholung, erniedrigtes T3 (0,93 ng/l) und T4 (7,2 ng/l), erhöhtes TSH (20,19 mU/l) und die nachfolgende Anamnese einer Radiojodtherapie mit unregelmäßiger L-Thyroxin-Einnahme.Zusammenfassend sollte bei Verdacht auf ein Myxödemkoma nach Bestätigung durch Labortests unverzüglich mit der Therapie begonnen werden, da der Verlauf der Erkrankung entscheidend vom Zeitpunkt der Behandlung abhängt.
Beschreibung:Gesehen am 29.03.2021
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1433-0407
DOI:10.1007/s00115-002-1393-1