Metallkonzentrationen bei Patienten mit Metall-Metall-Gleitpaarungs-Prothese = Metal ion concentrations in patients with metal-metal bearings in prostheses

Erhöhter Verschleiß von Prothesen mit Metall-Metall-Gleitpaarungen führt bei betroffenen Patienten zu erhöhten systemischen und lokalen Metallkonzentrationen. Die lokalen Metallbelastungen in der Nähe des Implantats (z. B. Gelenkpunktat/Gewebe) sind dabei um ein Vielfaches höher als die systemi...

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Main Authors: Kretzer, Jan Philippe (Author) , Van Der Straeten, C. (Author) , Sonntag, Robert (Author) , Müller, Ulrike (Author) , Streit, Marcus R. (Author) , Moradi, Babak (Author) , Jäger, Sebastian (Author) , Reinders, Jörn (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 12. Juli 2013
In: Der Orthopäde
Year: 2013, Volume: 42, Issue: 8, Pages: 622-628
ISSN:1433-0431
DOI:10.1007/s00132-012-2035-3
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00132-012-2035-3
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Author Notes:J.P. Kretzer, C. Van Der Straeten, R. Sonntag, U. Müller, M. Streit, B. Moradi, S. Jäger, J. Reinders
Description
Summary:Erhöhter Verschleiß von Prothesen mit Metall-Metall-Gleitpaarungen führt bei betroffenen Patienten zu erhöhten systemischen und lokalen Metallkonzentrationen. Die lokalen Metallbelastungen in der Nähe des Implantats (z. B. Gelenkpunktat/Gewebe) sind dabei um ein Vielfaches höher als die systemischen Belastungen (z. B. im Blut/Serum). In Folge der erhöhten Metallbelastung kann es zu lokalen und systemischen Wirkungen, wie z. B. Osteolysen, Pseudotumoren, lokal-allergischen Reaktionen oder in seltenen Fällen zu Intoxikationen kommen. Die Bestimmung der systemischen Metallkonzentrationen hat sich mittlerweile etabliert, obwohl die genaue Definition eines Grenz- oder Schwellenwerts zur Diagnose eines klinischen Problems aufgrund der geringen Sensitivität schwierig ist. Derzeit wird ein Schwellenwert für Kobalt oder Chrom in der Größenordnung zwischen 4 und 7 µg/l diskutiert. Sehr hohe Konzentrationen (≥ 20 µg/l) oder die sukzessive Zunahme der Metallkonzentration sollten als alarmierende Zeichen gewertet werden. Nichtsdestotrotz sollte die Metallkonzentration nicht im Sinne eines isolierten diagnostischen Verfahrens, sondern im Gesamtkontext der klinischen und radiologischen Untersuchungen (Metal-artifact-reduction-sequence[MARS]-MRT, Ultraschall und CT) bewertet werden.
Item Description:Gesehen am 31.03.2021
Physical Description:Online Resource
ISSN:1433-0431
DOI:10.1007/s00132-012-2035-3