Präimplantationsdiagnostik - PID: Präimplantativegenetische Diagnostik (PGD) und präimplantatives genetisches Screening (PGS)

Der Begriff „Präimplantationsdiagnostik“ (PID) umfasst streng genommen alle diagnostischen Möglichkeiten zur Untersuchung genetischer, numerischer oder struktureller Veränderungen der Erbinformation in Spermien sowie in Eizellen und Embryonen nach In-vitro-Fertilisation (IVF) oder intrazytoplasma...

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Main Authors: Montag, Markus (Author) , Toth, Bettina (Author) , Strowitzki, Thomas (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 24. November 2013
In: Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz
Year: 2013, Volume: 56, Issue: 12, Pages: 1670-1678
ISSN:1437-1588
DOI:10.1007/s00103-013-1856-5
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00103-013-1856-5
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Author Notes:M. Montag, B. Toth, T. Strowitzki
Description
Summary:Der Begriff „Präimplantationsdiagnostik“ (PID) umfasst streng genommen alle diagnostischen Möglichkeiten zur Untersuchung genetischer, numerischer oder struktureller Veränderungen der Erbinformation in Spermien sowie in Eizellen und Embryonen nach In-vitro-Fertilisation (IVF) oder intrazytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI). In Deutschland ist die PID an befruchteten Eizellen mittels Polkörperdiagnostik für alle oben genannten Indikationen bereits seit Jahren etabliert. Die PID an Embryonen über die sog. Trophektodermbiopsie im Blastozystenstadium wird zukünftig an ausgewählten reproduktionsmedizinischen und humangenetischen Zentren mit entsprechender Expertise möglich sein. Voraussetzung für ihre Durchführung ist das Bestehen eines hohen Risikos für eine schwerwiegende Erbkrankheit bei den Nachkommen bzw. für eine Tot- oder Fehlgeburt. Bei Bestehen einer entsprechenden Indikation wird die Entscheidung zur Durchführung der PID auf Antrag von einer zuständigen Ethikkommission geprüft. Während die Umsetzung der PID in Deutschland noch in der Etablierungsphase ist, wird sie weltweit seit nunmehr fast 24 Jahren praktiziert. Die daraus resultierenden Erfahrungen sind Bestandteil des vorliegenden Beitrages.
Item Description:Gesehen am 31.05.2021
Physical Description:Online Resource
ISSN:1437-1588
DOI:10.1007/s00103-013-1856-5