Kränkung, Rache, Vernichtung: zur Phänomenologie des Hasses

Hass wird in der Arbeit als eine anhaltende affektive Gesinnung verstanden, die auf eine erlebte Kränkung oder Ungerechtigkeit zurückgeht und auf Rache an ihrem Urheber, in extre­men Fällen auf die Vernichtung des Feindes gerichtet ist. Die Dynamik und Radikalität insbesondere des malignen Hasse...

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Detalles Bibliográficos
Autor principal: Fuchs, Thomas (Autor)
Formato: Article (Journal)
Lenguaje:alemán
Publicado: 2021
In: Psyche
Year: 2021, Volumen: 75, Número: 4, Pages: 318-350
ISSN:2510-4187
DOI:10.21706/ps-75-4-318
Acceso en línea:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.21706/ps-75-4-318
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://elibrary.klett-cotta.de/article/10.21706/ps-75-4-318
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Notas de Autor:Thomas Fuchs
Descripción
Sumario:Hass wird in der Arbeit als eine anhaltende affektive Gesinnung verstanden, die auf eine erlebte Kränkung oder Ungerechtigkeit zurückgeht und auf Rache an ihrem Urheber, in extre­men Fällen auf die Vernichtung des Feindes gerichtet ist. Die Dynamik und Radikalität insbesondere des malignen Hasses resultiert, so die These des Autors, aus einer Affektretention, die durch die selbst empfundene Schwäche oder Ohnmacht des Hassenden bedingt ist. Durch diesen Rückstau wird der Hass demnach in der Latenzphase immer weiter genährt, bis er schließlich in akute destruktive Handlungen umschlagen kann. Als charakteristische Struktur des Hasses wird dabei eine Dialektik von Selbststeigerung und Selbstdestruktivität mit fortschreitender Entleerung des Selbst herausgearbeitet. Diese indivi­duelle Dynamik findet sich in oft potenzierter Form im Hass von Gruppen wieder. Der Autor untersucht die Phänomenologie des Hasses und die daraus resultierende Form von Destruktivität anhand literarischer Beispiele, psychischer Störungen und gesellschaftlicher Phänomene.</p>
Notas:Gesehen am 11.06.2021
Descripción Física:Online Resource
ISSN:2510-4187
DOI:10.21706/ps-75-4-318