Aussagekraft präoperativer MRT-Diagnostik hinsichtlich Läsionen des skapholunären Bandes im klinischen Alltag = Diagnostic value of preopratively performed MRI regarding lesions of the scapholunate ligament in cinical routine

Ziel dieser retrospektiven Studie war es, die diagnostische Aussagekraft (Sensitivität und Spezifität) präoperativ außerhalb klinischer Studien erstellter Kernspinbefunde hinsichtlich Läsionen des skapholunären Bandes im Vergleich zu den entsprechenden intraoperativ erhobenen Arthroskopiebefund...

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Main Authors: Mayer, Sarah (Author) , Hahn, Peter (Author) , Bruckner, Thomas (Author) , Unglaub, Frank (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
English
Published: 21. März 2013
In: Handchirurgie, Mikrochirurgie, plastische Chirurgie
Year: 2013, Volume: 45, Issue: 01, Pages: 26-32
ISSN:1439-3980
DOI:10.1055/s-0033-1333689
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/s-0033-1333689
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0033-1333689
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Author Notes:S. Mayer, P. Hahn, T. Bruckner, F. Unglaub
Description
Summary:Ziel dieser retrospektiven Studie war es, die diagnostische Aussagekraft (Sensitivität und Spezifität) präoperativ außerhalb klinischer Studien erstellter Kernspinbefunde hinsichtlich Läsionen des skapholunären Bandes im Vergleich zu den entsprechenden intraoperativ erhobenen Arthroskopiebefunden zu ermitteln. Eingeschlossen wurden in die Studie 401 Patienten mit Handgelenksbeschwerden und präoperativ erstellten MRTs, bei denen in einem Zeitraum von Januar 2004 bis April 2012 nachfolgend eine Handgelenksarthroskopie durchgeführt wurde. Das Patientenkollektiv setzte sich aus 218 Männern und 183 Frauen im Alter von 12 bis 84 Jahren und einem Durchschnittsalter von 42,4±14,3 Jahren zusammen. Die MRT-Befunde wurden von 88 Radiologen unter Anwendung verschiedener Techniken erstellt. Es erfolgte eine Auswertung der vorliegenden MRT-Befunde bezüglich a) ob das skapholunäre Band als intakt, partiell oder komplett rupturiert beschrieben wurde, wobei das skapholunäre Band als intakt angenommen wurde, wenn keine spezifische Erwähnung des SL-Bandes im MRT-Befund vorgenommen worden war, b) ob eine Kontrastmittelgabe angegeben war, c) ob die Verwendung einer Spule vermerkt wurde und d) basierend auf den Arthro­skopiebefunden hinsichtlich der Sensitivität und Spezifität. Die Arthroskopie des Handgelenks wurde von 16 erfahrenen chirurgischen Fachärzten, die die MRT-Befunde kannten, durchgeführt und deren Befunde wurden als Goldstandard festgelegt. 31 von 98 in der Arthroskopie diagnostizierte SL-Bandläsionen wurden in der MRT richtig erkannt, was eine Sensitivität von 32% ergibt. Geht man davon aus, dass wenn in den MRT-Befunden das SL-Band keine explizite Erwähnung fand, das SL-Band intakt war, wurde die Diagnose intaktes SL-Band 269-mal gestellt. Arthroskopisch zeigt sich das SL-Band 276-mal intakt, was eine Spezifität von 98% ergibt. Eine Handgelenkspule wurde bei 91 von 401 MRTs in den Befunden vermerkt. Kontrastmittel wurde bei 66 von 401 MRTs vermerkt. Bei Vermerkung von Kon­trastmittel zeigte sich eine leichte Verbesserung der Spezifität. Unsere Ergebnisse an einem hinreichend großen Patientenkollektiv zeigen, dass die MRT-Diagnostik außerhalb klinischer Studienbedingungen zum Ausschluss einer SL-Bandläsion gut geeignet ist, zum Nachweis einer SL-Bandlä­sion jedoch nicht. Die hohen Sensitivitäten anderer Studien konnten in unserem Patientenkollektiv nicht erreicht werden.
Item Description:Gesehen am 07.07.2021
Physical Description:Online Resource
ISSN:1439-3980
DOI:10.1055/s-0033-1333689