Erstbeschreibung einer nahtfixierten Hinterkammerlinse im Jahre 1954 = Sutured posterior chamber IOL fixation in the absence of capsular support, first described in 1954
Hintergrund: Ridleyʼs Intention bei der ersten Intraokularlinsenimplantation im Jahre 1949 war es, die getrübte Augenlinse durch einen dieser in Form und Größe entsprechenden „Lenticulus“ an deren physiologischer Stelle in der Hinterkammer zu ersetzen. Ungelöste Probleme waren ein Zustand nach in...
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| Main Authors: | , , |
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| Format: | Article (Journal) |
| Language: | German |
| Published: |
06. Mai 2015
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| In: |
Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde
Year: 2015, Volume: 232, Issue: 08, Pages: 962-965 |
| ISSN: | 1439-3999 |
| DOI: | 10.1055/s-0035-1545739 |
| Online Access: | Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/s-0035-1545739 Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0035-1545739 |
| Author Notes: | K. Gerstmeyer, S.K. Scholtz, G.U. Auffarth |
| Summary: | Hintergrund: Ridleyʼs Intention bei der ersten Intraokularlinsenimplantation im Jahre 1949 war es, die getrübte Augenlinse durch einen dieser in Form und Größe entsprechenden „Lenticulus“ an deren physiologischer Stelle in der Hinterkammer zu ersetzen. Ungelöste Probleme waren ein Zustand nach intrakapsulärer OP und die unsichere Fixation des Pseudophakos auf der Hinterkapsel nach extrakapsulärer OP. Ziel der Arbeit ist die Belegung des vermutlich ersten Versuchs der Nahtfixation einer Hinterkammerlinse im Jahre 1954 bei nicht vorhandenem Kapsel- bzw. Zonulakomplex. Material und Methode: Selektive Literaturrecherche in PubMed, Analyse und Zusammenfassung von Publikationen aus zusätzlicher Handsuche. Ergebnis: Die herkömmliche Ansicht, dass Nahtfixationen von Intraokularlinsen erst in den 80er-Jahren durchgeführt wurden, und erst Pearce 1975 und Shearing 1977 mit Polypropylenhaptiken der entscheidende Schritt der Verbesserung gelang, ist nicht zutreffend. Bereits 1954 führte der britische Ophthalmologe T. G. W. Parry mittels einem im Linsenmaterial verankerten dünnen Draht die erste Nahtfixation einer Ridley-Hinterkammerlinse durch. Schlussfolgerung: Diese bemerkenswerte Innovation einer nahtfixierten Hinterkammerlinse Anfang der 50er-Jahre war überschattet worden von den raschen Weiterentwicklungen der Intraokularlinsentechnologie mit irisgetragenen Linsen („collar-stud“: Epstein 1954, „Iris-Clip“: Binkhorst 1959), Vorderkammerlinsen (Baron 1952, Strampelli 1953) bis hin zu 3-stückigen Linsen zur Kapselsackimplantation durch Pierce und Shearing in den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts. |
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| Item Description: | Gesehen am 10.08.2021 |
| Physical Description: | Online Resource |
| ISSN: | 1439-3999 |
| DOI: | 10.1055/s-0035-1545739 |