Intelligenz: evolutionsbiologische Grundlagen und Perspektiven

Obwohl der Begriff Intelligenz mittlerweile in den verschiedensten Bereichen verwandt wird, um die Entstehung komplexer Kausalitäten zu erklären, wird Intelligenz hier primär als die Fähigkeit neuronaler Systeme verstanden, Probleme in kognitiven Entscheidungsprozessen zu lösen. Kognition und i...

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Main Author: Holstein, Thomas W. (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 2021-08-21
In: Heidelberger Jahrbücher online
Year: 2021, Volume: 6, Pages: 141-164
ISSN:2509-2464
DOI:10.17885/heiup.hdjbo.2021.1.24383
Online Access:Verlag, kostenfrei, Volltext: https://doi.org/10.17885/heiup.hdjbo.2021.1.24383
Verlag, kostenfrei, Volltext: https://heiup.uni-heidelberg.de/journals/index.php/hdjbo/article/view/24383
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Author Notes:Thomas Holstein
Description
Summary:Obwohl der Begriff Intelligenz mittlerweile in den verschiedensten Bereichen verwandt wird, um die Entstehung komplexer Kausalitäten zu erklären, wird Intelligenz hier primär als die Fähigkeit neuronaler Systeme verstanden, Probleme in kognitiven Entscheidungsprozessen zu lösen. Kognition und intelligentes Verhalten sind daher primäre Objekt, aber nicht Subjekt der zufallsgetriebenen biologischen Evolution. - Aktuelle Arbeiten aus der Neurobiologie und vergleichenden Genomforschung haben jetzt gezeigt, wie, ausgehend von einfachen neuronalen Systemen, in allen Großgruppen des Tierreichs Formen entstanden sind, die in der Lage sind, vergleichbar komplexe Probleme in kognitiven Prozessen zu lösen. Diese Kognition beruht zwar auf den gleichen zellulären Grundelementen (Neuronen), wird aber in zum Teil ganz unterschiedlich gestalteten zentralnervösen Strukturen (Gehirne) realisiert. Durch den Vergleich der Nervensysteme von Tieren, die zu höheren intelligenten Sinnesleistungen fähig sind, werden jetzt erste gemeinsame Eigenschaften und Prinzipien offenkundig, welche Voraussetzung für die Entstehung höherer intelligenter Systeme sind (z. B. die Verschaltungsdichte, aber nicht Zahl neuronaler Elemente). Sie sind wahrscheinlich auch Constraints in der Entwicklung künstlicher intelligenter Systeme.
Item Description:Gesehen am 07.09.2021
Physical Description:Online Resource
ISSN:2509-2464
DOI:10.17885/heiup.hdjbo.2021.1.24383